Amazon Echo: Faszination und Risiken des sprachgesteuerten Lautsprechers

Zugegeben, ich habe zwei davon im Einsatz und habe diese auch schon vorher – auf Einladung – gekauft: Die Rede ist von Amazons Echo und dem kleinen Bruder Echo Dot. Während der eine im Wohnzimmer sein Heim gefunden hat, ist der andere ein nützliches Accessoire auf meinem Schreibtisch im Büro. Nützliches (nun frei verfügbares) Gimmick oder der erste Schritt in Richtung SkyNet? Über die Faszination und mögliche Risiken berichtete nun auch G DATA im offiziellen Security Blog.

Sicherlich stellt sich hier die Frage des Datenschutzes, aber nachdem ich auch Microsofts Kinect an der Xbox One (S) überlebt habe und das aus den “Terminator”-Filmen bekannte SkyNet immer noch nicht allgegenwärtig ist, sehe ich dem Ganzen gelassen entgegen. Was war das damals für ein Aufschrei, als Microsoft bekannt gab, dass die Xbox One samt Kinect stetig im Wohnzimmer lauschen würde: Für Microsoft wohl das schlimmste Marketing für die neue Konsole, das es geben konnte. Nun, das Amazon Echo tut dasselbe mit sieben integrierten Mikrofonen, die auf ein Stichwort – sei es nun “Alexa” oder neuerdings “Computer” lauschen und auf Befehle warten.

Deep Learning, KI, Machine Learning: Begriffe für die neue Technik gibt es viele und Amazon macht da weiter, wo Google (“OK, Google”), Apple (“Hey Siri”) oder eben Microsoft mit Cortana begonnen haben: Die Unterstützung des Anwenders im Haushalt, nur diesmal auch präsenter in den eigenen vier Wänden und nicht mehr nur beschränkt auf das Smartphone oder den PC. Zugegeben, noch ist viel Spielerei dahinter, aber die Möglichkeit, per Spracheingabe das Wetter abzufragen, meinen Audible-Hörbüchern zu lauschen oder Spotify zu bedienen, ist ungemein spannend und – wenngleich auch erst der Anfang – ein erstes Signal dessen, auf das wir uns in den nächsten Jahren einstellen dürfen.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten, ob nun in den allseits gegenwärtigen Datenschutz-Diskussionen oder bei der Frage, wo der eigene Einfluss auf die Technik aufhört und das maschinelle Denken beginnt: Auch diese Ansätze findet man im Beitrag, ebenso wer Ansatz, ob auch – dank optionaler Skill, sprich Alexa-Plugin – die Cloud auch einmal in der Lage ist, die Haustür aufzuschließen – oder eben im Sinne einer Fehlfunktion ein Einfallstor werden kann. Wo die Privatsphäre aufhört und der digitale Lauschangriff beginnt, wird sich noch zeigen und auch der Spagat zwischen technischer Finesse und natürlich Grenzen ist noch längst nicht vollendet. Warten wir also einmal ab, in welche Richtung sich die digitalen Assistentin(nen) noch hin entwickeln – die Reiseunterlagen sind gebucht!

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