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Appgefahren: Nextcloud verankert die eigene App tiefer in iOS

Neues aus dem Hause Nextcloud: Am Wochenende verkündete Gründer Frank Karlitschek einen interessanten Tweet, in dem er – passend zu Apples heutiger WWDC – auf eine “aufregende Nextcloud iOS-Ankündigung” für den heutigen Montag verwies. Heute ließ man dann die Katze aus dem Sack und machte eine tiefer in iOS integrierte Version der bekannten App publik. “Tiefer” heißt an dieser Stelle, dass man Nextcloud nun auch nativ in der “Dateien”-App von iOS integriert und natürlich nebenbei noch an der ein oder anderen Stellschraube gedreht hat.

Die mit iOS 11 eingeführte “Dateien”-App erlaubt die zentrale Verwaltung von Dateien im System und bietet auch die Möglichkeit, unterschiedliche Cloud-Anbieter und Dienste quasi unter einem Dach zusammenzufassen. Android-User mögen darüber nur müde lächeln, Apple-Nutzer haben sich aber – speziell im Produktivbereich inklusive iPad & Co. – über die finale Umsetzung nach langer Zeit freuen können, die eben im Kielwasser von iOS 11 geschah.

Nextcloud iOS Juni 2018

Mit dieser Integration ist es nun nativ möglich, die eigene private Cloud bequem über den iOS-“Dateimanager” zu bedienen und diesen auch aus jeder Applikation auf dem iOS-Gerät aufrufen zu können. Drag ‘n Drop zwischen lokalem Dateisystem und dem Nextcloud-Server ist damit ebenso möglich wie beispielsweise das direkte Öffnen von Dateien in Microsoft Word oder Apples Pages – ebenso wie das Speichern. Speziell die Integration meiner Nextcloud in die Microsoft-Apps, die auf iPhone und iPad neben Collabora Online im Browser für mich zum Standard gehören, habe ich mir seit Urzeiten gewünscht und da bin ich sicherlich nicht der Einzige – diese Wartezeit hat also nun endlich ein Ende!

Das Ganze heißt im Umkehrschluss: Alle iOS-Applikationen neben den bereits erwähnten, die die Vorzüge des iOS-nativen Dateimanagers unterstützen, können den Kreis nun also vollenden und auch die eigene Nextcloud-Instanz vollständig auf Dateiebene einbinden. Mit an Bord sind dann Vorzüge wie die Dateivorschau-Funktion oder auch beispielsweise das direkte Bearbeiten von Bildern in der private Cloud aus der “Dateien”-App heraus.

Nextcloud iOS Juni 2018 - Favoriten

Neben dieser wohl als “elementaren Integration” zu bezeichnenden Änderung ist die Nextcloud iOS-App seit dem letzten großen Update im April parallel auch in anderen Bereich gereift. Darunter befinden sich unter anderem nun die Unterstützung für das iPhone X, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und ein Texteditor ebenso wie die Möglichkeit, sich per E-Mail anzumelden oder sich eine Liste der einzelnen Freigaben anzeigen zu lassen. Zusätzlich können beim Upload nun Dateinamen vergeben werden und die Code-Basis der App wurde komplett auf Swift 4.1 aktualisiert.

Ihr seht also, auch unter der Haube hat sich einiges getan, fest steht allerdings: Das Zugpferd ist bei diesem Update der iOS-App definitiv die tiefere und native Integration in das System, das nun in Verbindung mit allen unterstützten Apps den Kreis der eigenen private Cloud auch unter iOS vollends schließt. Also – sofern Ihr das Update noch nicht installiert habt, holt das ruhig zeitnah nach oder startet Euren ersten Download der aufpolierten Nextcloud iOS-App: Es lohnt sich!

Nextcloud
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Entwickler: TWS
Preis: Kostenlos

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