Bye, bye, Firefox – es war schön mit Dir!

Ich habe mich lange gesträubt und lange gewehrt – subjektiv war der Firefox zu Zeiten der Version 3.x mein persönliches Browserhighlight und an Geschwindigkeit nicht zu überbieten. Über die Zeit kamen immer mehr Features hinzu, leider auch zu Lasten der Geschwindigkeit. Das (übertrieben behauptet!) nahezu jede Woche eine neue Major-Version des Browsers veröffentlicht wird, nimmt man mittlerweile ja hin – das aber von Release zu Release nur noch marginalere Änderungen einfliessen, ist irgendwann ärgerlich. Vor allem aber, wenn der Browser trotz der einzig genutzten Plugins (1Password, AdBlock Plus, XMarks und WOT) immer langsamer wird. Die logische Konsequenz nach wochenlangen Ringen mit mir selbst war der heute vollzogene Wechsel zu Google Chrome.

Ein wenig Wehmut schleicht sich schon ein, doch trotz aller anfänglichen Bedenken gegenüber Googles Haus-und-Hof-Browser musste ich nach einiger Testzeit doch eingestehen, dass Chrome wirklich schneller ist und das sogar erheblich. Nachdem auch AdBlock Plus in einer Betaversion die gleichen guten Filterergebnisse aufweisen konnte wie sein Firefox-Pendant und auch Agile (1Password) und LastPass (Xmarks) entsprechende Chrome-Plugins bereits stellten, waren alle Bindungen, die ich zu Firefox als Browser hatte, quasi dahin. Ein paar Konfigurationsanpassungen und schon funktioniert Chrome so wie ich es vom Firefox gewohnt bin – fertig!

Minimalistischer wirkt der Google-Browser und das ist sein grosses “Plus”, die Ladezeiten das andere. Und wer im heutigen Social Network- und Cloud-Zeitalter immer noch das ängstliche Denken an den Tag legt, dass Google eh nur die Nutzerdaten im Sinn hat, dem sei gesagt: Wenn es wirklich so ist, sind die Daten sowieso schon abgegriffen – auf unseren Streifzügen quer durch die digitale Welt, ob mit oder ohne die Nutzung von Google-Diensten. Meiner Meinung nach hat auch Google trotz aller Sicherheitsbedenken über die Jahre gelernt und versteht sich – wenn auch nicht gänzlich uneigennützig – als Dienstleister für die User. So gesehen und geschehen beim Chrome-Projekt!

So traurig es klingt, aber mir nutzen die nostalgischsten Gefühle nichts, wenn trotz immer steigender Bandbreiten die lokale Antwortzeit selbst auf aktuellen Systemen immer zäher sind. Von daher: Bye, bye Firefox – es war schön mit Dir. Zumindest bis hierhin!

 

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