CES 2017-Nachtrag: Dell aktualisiert Produktportfolio

Die CES 2017 ist nun schon ein paar Tage vorbei, hin und wieder schwappen aber immer noch viele kleinere Wellen über den großen Teich: Das ein oder andere Produkt ist möglicherweise in Wust des Glanzes und der diesjährigen Neuheiten in Las Vegas ein wenig untergegangen – Grund genug also für die jeweiligen Hersteller, einmal ein gebündeltes Resümee zu ziehen. Hier macht auch Dell keine Ausnahme, warfen doch bereits der an Microsofts Surface Studio erinnernde Dell Canvas oder die aktualisierten Versionen des XPS 13 und 15 ihre jeweiligen Schatten voraus.

Der Dell Canvas ist eine Weiterentwicklung des Smart-Desk-Konzepts von Dell und bietet eine neue Kategorie der Smart-Workspace-Technologie, die Content-Entwickler und Designer bei ihrer kreativen Arbeit optimal unterstützen und die Produktivität erhöhen soll. Der 27 Zoll große QHD-Smart-Workspace kann schräg oder flach auf einem Schreibtisch eingesetzt werden, so dass Benutzer ihre Ideen auf natürliche Weise wie mit Stift und Papier aufzeichnen können. Durch die Bedienung mittels Touch, digitalem Stift und den “Totems” integriert der Dell Canvas das Zeichnen nahtlos in einen digitalen Workflow. Bei den sogenannten Totems handelt es sich um frei bewegliche Drehknöpfe, deren Funktion durch die jeweilige Applikation definiert wird.  Der Dell Canvas wurde in Partnerschaft mit Microsoft entwickelt und wird von nahezu jedem Windows-10-Gerät unterstützt. Hierbei lässt er sich problemlos in Softwarelösungen der Dell-Partner Adobe, Autodesk, AVID, Dassault Systèmes, SolidWorks und Microsoft einbinden. Bestellbar ist das Gerät ab Ende März. über einen Preis schweigt Dell sich noch aus und verweist hier auf die hauseigene Webseite.

Mein Lieblings-Windows-Notebook, das XPS 13, bekommt innerhalb der  XPS-Familie Zuwachs: Das XPS 13 2-in-1 ist das neue Baby im XPS-Portfolio und ist ein äußerst kompaktes 13-Zoll-Hybrid-Gerät. Der Bildschirm lässt sich um 360 Grad klappen und bietet damit zahlreiche Verwendungs- und Betrachtungsmöglichkeiten. Das Gerät verfügt über bis zu 15 Stunden Akkulaufzeit und liefert mit 5,7 Millionen Pixel besonders klare und scharfe Bilder auf dem QHD+-InfinityEdge-Touch-Display – laut dem Hersteller eine Premiere für ein 2-in-1-System. Durch das lüfterlose Design arbeitet das XPS 13 2-in-1 absolut geräuschlos. Das integrierte Solid-State-Laufwerk ermöglicht ein besonders schnelles Booten des Betriebssystems. Geschäftskunden können das XPS 13 2-in-1 mit Intel Core vPro Prozessoren der 7. Generation sowie mit den ProSupport-Optionen von Dell konfigurieren. Für eine professionelle Verwaltung des Systems können wie gewohnt Dell-BIOS- und -Verwaltungssoftwarelösungen verwendet werden.

Darüber hinaus hat Dell endlich auch das XPS 15 erneuert und mit Intel Core Prozessoren der 7. Generation (“Kaby Lake”), NVIDIA-Pascal-Architektur (GeForce GTX 1050) sowie Fingerabdruck-Lesegeräten für eine passwortfreie Anmeldung via Windows Hello aktualisiert. Das XPS 15 ist eines der kleinsten 15,6-Zoll-Notebooks auf dem Markt und wird demnächst ab 1499 EUR bestellbar sein, während das XPS 13 2-in-1 ab sofort für 1399 EUR zuzüglich Versandkosten erworben werden kann.

Auch der Nachfolger meines alten XPS 27 All-in-One, schlicht als “der neue XPS 27 AIO” bezeichnet und sein Business-Pendant aus der Precision-Reihe treten aus dem Schatten und sollen auch die Sound-Qualität von All-in-One PCs auf eine neue Ebene heben. Laut Dell wurde für eine vergleichbare Audioqualität bisher eine externe Soundbar benötigt. Mit dem eingebautem Full Frequency High Fidelity Sound aus zehn integrierten Lautsprechern und 50 Watt pro Kanal sind die Systeme im Zugzwang, das beste Klangerlebnis auf einem All-in-One-System zu liefern. Nicht weniger eindrucksvoll ist der randlose, berührungsempfindliche Bildschirm mit 4K-Auflösung (3.840 x 2.160) und 100 Prozent RGB-Farbraumabdeckung.

Der Precision AIO ermöglicht noch mehr Leistung mit Intel Xeon Prozessoren und VR-fähiger AMD-Radeon-Pro-Grafik. Außerdem bietet er höchste Zuverlässigkeit dank ISV-Zertifizierungen für die Top-Konstruktions- und Entwicklerprogramme wie AVID und SolidWorks sowie für führende Sicherheits- und Verwaltungssoftware.

Preislich schweigt man sich beim neuen XPS 27 AIO noch aus und gibt lediglich den Marktstart mit dem 02. Februar 2017 an. Der Dell Precision 27 AIO (5720) ist dann ab April erhältlich. Preise? Aktuell noch leider Fehlanzeige!

Als eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Virtual Reality (VR) bietet Dell mit den XPS-, Alienware- und Precision-Geräten die meisten PC-Optionen im Markt. Die neue mobile Workstation Precision 7720 rundet dieses Statement ab und ist Herstellerangaben zufolge die erste VR-fähige mobile Workstation von Dell, die speziell für die Erstellung von Virtual-Reality-Inhalten entwickelt wurde. Dank aktueller Intel Core i- oder alternativ Intel Xeon Prozessoren und einer NVIDIA Quadro Grafik der neuesten Pascal-Architektur ist dieses System die leistungsstärkste mobile Workstation von Dell, wenn Sie im April verfügbar ist.

Ohne Pause geht es weiter und der Dell-Monitor UltraSharp 32 Ultra HD 8K macht als der weltweit erste 32-Zoll-Bildschirm mit 8K-Auflösung seine Aufwartung. Er zeigt mehr als eine Milliarde Farben, hat eine Auflösung von 33,2 Millionen Pixel, 100 Prozent Adobe RGB- und sRGB-Farbraumabdeckung und beispiellose 280 ppi. Monitore mit einer derart hohen Auflösung und Klarheit sind besonders gefragt für professionelle Anwendungen, in denen “In-Depth Image Zooming” entscheidend ist – beispielsweise in der Foto- und Videobearbeitung, in der Medizin und Diagnostik oder in der Öl- und Gasexploration. Durch das nahezu randlose Display profitieren die Anwender von einem 32-Zoll-Bildschirm in sehr kompaktem Gehäuse.

Darüber hinaus kündigt Dell in diesem Zuge mehrere neue Monitore mit HDR-Farbraum-Unterstützung an, darunter den extrem dünnen Dell 27 Ultra-Thin Monitor mit modernem Design, Infinity Edge-Display, Quad-HD-Technik und USB-Typ-C-Anschluss, sowie neue InfinityEdge-Monitore im 24- und 27-Zoll-Format, die über externe, duale 6-Watt-Lautsprecher mit Waves Maxx Audio verfügen. Zu den neuen Monitoren gehört außerdem der Dell 24 Touch Monitor für Videokonferenzen, der über eine 2-Megapixel-Full-HD-IR-Kamera mit Privacy-Shutter, geräuschunterdrückendem Mikrofon und zwei eingebauten 5W-Lautsprechern verfügt.

Die Dell-Monitore InfinityEdge (S2418H, 24″) und InfinityEdge (S2718H, 27″) sind ab Mitte März verfügbar, Dells 24″-Monitor für “Video Conferencing” (P2418HZ) wird ab Mitte Januar ab 329 Euro bestellbar sein und der Dell 24″ Touch Monitor (P2418HT) ist ab 26. Januar zu einem Startpreis von 429 Euro verfügbar. Das 27″-Modell des Ultra-Thin Monitor (S2718D) ist ab April verfügbar und – last not not least – soll der Dell UltraSharp 32 Ultra HD 8K Monitor (UP3218K) ab Mitte Mai hierzulande erhältlich sein.

Zu guter Letzt gab man dann auch noch bekannt, dass alle sämtliche Consumer- und Business-Systeme parallel auch aktualisiert werden: Alle Modelle der XPS-, Inspiron- und Alienware-Reihen sowie die Systeme OptiPlex, Latitude und Precision erhalten ein Upgrade auf die neueste Generation der Intel Core i-Prozessoren, USB-C-Schnittstellen – teils mit Thunderbolt-3-Option – und aktualisierte, professionelle Grafikkarten von NVIDIA und AMD.  Speziell für Unternehmen entwickelte Produkte, darunter neue ultradünne Notebooks und 2-in-1-Systeme, erhalten außerdem Intel Core vPro und Xeon-Prozessoren.

Dell möchte seine Führungsposition bei Workstations mit der Precision 5520 auch weiterhin unterstreichen, die als weltweit leichteste mobilen 15-Zoll-Workstation für Profis gelten soll. Eine aktualisierte Version der Latitude-7000-Serie und ein 12-Zoll-Latitude-Convertible der 5000-Serie ergänzen die Produktfamilie. Letzteres ist ein besonders leichtes System mit zahlreichen Anschluss-Optionen und einem (gar nicht mehr so) einzigartigen (?) Kickstand, der bis zu 150 unterschiedliche Blickwinkel ermöglichen soll – das Surface Pro von Microsoft läßt hier offenbar grüßen, irgendwann im Februar wissen wir mehr!

Für Desktop-Nutzer, die ein platzsparendes Design benötigen, stellt Dell den neuen OptiPlex 5250 AIO und eine aktualisierte Reihe von OptiPlex-PCs in unterschiedlichen Formfaktoren zur Verfügung. Die schlanken Produkte bieten volle Desktop-Performance und Produktivität in einem kompakten Chassis und können mit Hilfe innovativer Dell-AIO-Ständer platzsparend aufgestellt werden. Es tut sich also etwas bei Dell und wer vielleicht aktuell auf Hardware der Texaner schielt, könnte – je nach Produktvorliebe – mit ein wenig Wartezeit und Geduld ein aktuelles Modell der 7. CPU-Generation ins Visier nehmen!

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