Das Essential Phone von Android-Vater Andy Rubin wurde mit einigen Vorschußlorbeeren bedacht, als es im letzten Jahr auf dem amerikanischen Markt veröffentlicht wurde – und leider nur dort. Am Ende war das PH-1 ein sehr ordentliches Telefon, das aber anfangs weder preislich noch in Sachen Kamera großartig punkten konnte – trotz ansonsten toller technischer Spezifikationen. Nach nun einem Jahr dürfen auch interessierte Käufer ausserhalb der USA – darunter auch deutsche – auf einen Erwerb des Telefons hoffen, wie man auf Twitter mitteilte.

Leider ist der Kreis hier nicht in Gänze rund, denn neben Smartphone-Spezifikationen, die eher einem Flaggschiff aus dem Jahr 2017 (was das PH-1 ja auch sein sollte) entsprechen, gibt es keinen direkten Vertrieb aus den genannten Ländern wie Kanada, Frankreich, Deutschland oder dem Vereinigten Königreich. Der Pferdefuß ist bei Essential also immer noch die Vertriebsstruktur, denn verkauft wird das Smartphone immer noch für 499 US-Dollar direkt aus Palo Alto, der Versand erfolgt via FedEx.

Essential Phone

Wer schon mal in den USA gekauft hat, weiß auch, dass sich zu dem ursprünglichen Preis auch noch Versandkosten samt Steuern gesellen, die den Preis des Smartphones dann am Ende auf knapp 600 US-Dollar anheben und das Ganze dann nicht mehr wirklich attraktiv machen. Wir erinnern uns: Vor kurzem hat Amazon.com das Gerät noch für 349 US-Dollar auch nach Deutschland versendet, im Shop des Herstellers zahlt man hingegen noch den vollen Preis. Optisch wie technisch finde ich das Gerät allein vom Form Faktor her absolut ansprechend und würde es auch gerne einmal länger in Augenschein nehmen – Android 8.1 inklusive und damit eigentlich vielen Mitbewerbern bereits voraus!

Parallel darf man aber auch schon darüber nachdenken, dass Andy Rubin & Co. Gerüchten zufolge bereits einen Nachfolger für das PH-1 angekündigt hat, der auch den größten Kritikpunkt des Erstlings – die Kamera – beheben soll. Auch in Anbetracht dieser Sache sollten selbst an dem Smartphone interessierte darüber nachdenken, ob sich diese Investition jetzt noch lohnt. Wer sich das Ganze dennoch leisten möchte, findet die entsprechende Möglichkeit dazu beim Hersteller!

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