Dell Latitude 5290 2-in-1

Dell Latitude 5290 2-in-1: Tragbarer Spaß für großes Geld

Das Dell Latitude 5290 2-in-1: Wieder ein spiegelnder Bildschirm, schnelle Reaktionszeiten und gute Performance

Dell Latitude 2-in-1 + Tastatur
Dell Latitude 2-in-1

Zum Testen habe ich das bereits erwähnte Latitude 2-in1 bekommen und durfte dieses Intensiv auf Herz und Nieren testen. Wo ich beim XPS 13 (unser Test) noch über spiegelnde Bildschirme und kleineren Akku gemeckert habe, so habe ich beim Latitude zwar bessere Erfahrungen gemacht, bin aber leider nicht in allen Punkten zufrieden.

Dell Latitude 2-in-1 Anschlüsse
Dell Latitude 2-in-1

Auch beim Latitude fallen ursprüngliche USB Schnittstellen wie der klassische 2.0-Standardanschluss weg, jedoch wird das leistungsfähige Tablet mit zwei USB-C 3.1 Schnittstellen geliefert. So kann das Convertible geladen oder jeweils ein weiterer Monitor angeschlossen werden kann.

Dell Latitude 2-in-1 Dongle

Hier ist zudem jedoch noch ein USB 2/3-Port der Kategorie “A” verbaut, der es ermöglicht, eine weitere Maus anzuschließen: Den Platz dafür hätte man aber grundlegend anders verwenden können, wenn man bedenkt, dass dieses Notebook mehr ein Tablet und somit  eher für unterwegs gedacht ist. Auch liefert Dell einen Adapter von USB Typ-C auf USB A direkt mit – das ist mehr als positiv und selbst bei hochpreisigen Geräten heutzutage noch längst kein Standard. So bleibt Freunden von kabelgebundenen Eingabegeräten die Verwendung eines separaten Hubs erspart und man kann neben der Maus auch noch einer externen Tastatur Platz auf dem Tisch bieten. Aber Daumen hoch – andere Hersteller lassen sich so etwas extra bezahlen!

Wo wir schon von der Tastatur sprechen: Diese wird typischerweise ebenfalls mitgeliefert, wenngleich die Datenblätter das erst einmal nicht vermuten lassen: Bei allen aktuellen Versionen des Convertibles ist die Dell Latitude 5290/5285-Reisetastatur mit an Bord, die einfach per Magnetclip an der Unterseite angebracht wird. Ein feiner Zug, der die Produktivität des Tablets für den aktuellen Einstiegspreis nicht nur erweitert, sondern in Verbindung mit dem ebenfalls beiliegenden Dell Active Pen-PN557W grundlegend erhöht!

Dell Latitude 2-in-1 Tastatur Magnet
Dell Latitude 2-in-1 Tastatur

Das Latitude hat leider keine LED-Akkuanzeige, dafür aber einen gewohnten 3,5 mm-Klinke-Anschluss und separate Tasten für die Lautstärkeeinstellungen. Da das Gerät grundlegend für den mobilen Einsatz gedacht ist, gibt es an der Außenseite noch eine zusätzliche Taste, die als separate Windows Taste dient, um darüber schnell ins Menü zu kommen.

 

 

Der 12,3-Zoll-Touch-Display aus Gorilla-Glas ist schön, aber – leider – wieder einmal spiegelnd. Das Bild ist klar und mit 1920 x1280 Pixeln auch sehr detailreich. Das Arbeiten im Freien kann damit somit sehr schwierig werden, eine “matte” Option hätte hier Wunder gewirkt und neben den Produktivbeigaben wie Tastatur und Pen auch eine echte Kampfansage an den Mittbewerb bedeutet!

Als zusätzliche Ausstattung hat das Latitude 5290 2-in-1 noch eine 5.0 Megapixel Frontkamera und eine 8.0 Megapixel-Kamera in Richtung Anwender.  Wer also Livebilder übertragen muss, an Skype oder Microsoft Teams-Konferenzen teilnehmen möchte, ist hier gut bedient und wird mit scharfen Bildern belohnt. Fotografierende werden hier nicht zufrieden gestellt werden, hier wagen wir aber einfach einmal die Behauptung, dass der Fokus des Latitude nicht bei der Generation “Selfie” liegt!

Und schauen wir uns schon einmal die Rückseite an, so fällt der verstellbare Ständer – neudeutsch als “Kickstand” bezeichnet – ins Auge, der verschiedene Betrachtungswinkel ermöglicht und eine Verstellung bis 150 Grad ermöglicht.

Dell Latitude 2-in-1 Rückansicht

Das Herzstück

In unserem Modell ist ein Prozessor des Typs Intel Core i5-8250U enthalten. Damit muss das Tablet, obwohl es größer als das XPS 13 ist, mit weniger Leistung auskommen. Dies macht sich gerade beim Intensiven Test bemerkbar. Trotzdem erreichen wir mit den Benchmarktests weiterhin gute Bewertungen im Bereich Mittelklasse. Trotz hoher Leistung ist das Latitude verhältnismäßig leise, aber die Lüfter müssen ab einem gewissen Belastungsgrad natürlich sehr viel mehr Arbeiten als beim XPS. Dadurch wird das Gerät logischerweise laut und warm, was bei längerer Belastung ein Problem darstellen kann – die Abwärme muss schliesslich irgendwo hin.

Dell Latitude 2-in-1 Benchmarks (3DMark)

Dell hat hier jedoch vorgesorgt und bietet mit dem mitgelieferten Power Manager unterschiedliche Profile an, die man für unterschiedliche Arbeitszwecke verwenden kann. So bleiben wir im Modus “Ruhig” von störenden Geräuschen verschont, büßen aber auch Systemleistung ein – wie man es eben gerade braucht!

Des Weiteren hat Dell dem Latitude einen Speicherausbau von 8 bis zu 16 GB gegönnt. In Sachen Massenspeicher wurde das Notebook/Tablett mit einer austauschbaren M.2 SSD ausgestattet, die gewohnt zügig ist. Auch das Adjektiv “austauschbar” ist in unseren Augen heutzutage längst keine Selbstverständlichkeit mehr!

Dell Latitude 2-in-1 CPU-Z

Der Ethernet-Anschluss ist bei der Größe des Latitude selbstverständlich nicht verbaut. WLAN-seitig kommt aber mit einer Qualcomm QCA61x4A-Chipsatz und 802.11ac Dual Band daher. Diese Kombination bietet klassisches WLAN nach den Standards 802.11a/b/g/n/ac sowie den nicht mehr ganz taufrischen Bluetooth 4.1-Standard.

Last but not least hat das Notebook noch einen gut versteckten MicroSD-Cardreader, welcher sich unter der Standfußklappe befindet.  Etwas unpraktisch, dort eine MicroSD einzusetzen, jedoch mit etwas Übung kein Problem mehr. Im Übrigen ist die Position des Cardreaders auch der flachen Bauform geschuldet – auch beim (beispielsweise) Surface Pro ist das nicht anders gelöst. Wir wollen aber auch nicht auf hohem Niveau meckern: Imerhin gibt es noch die Möglichkeit, hier eine MicroSD-Karte als externen Datenspeicher (nicht jeder ist Cloud-Freund) zu verwenden!

Fazit

Dell Latitude 2-in-1

Das neue Latitude 2-in1 ist kompakt, bequem und mit der Touchsteuerung wirklich überall bedienbar. Es ist zwar langsamer als ein XPS 13, jedoch vielseitiger einsetzbar. Das Netzteil überzeugt, die Kameras sind völlig ausreichend und die mitgelieferte Tastatur tut ihren Zweck.

Leider ist in meinen Augen das spiegelnde Display ein großes Manko: Die eigentlich so flexibel einsetzbare kleine Maschine kommt damit schnell an ihre Grenzen. Wer im Park schnell etwas suchen oder einfach im Garten arbeiten will, muss sich zuallererst eine gute Sitzposition suchen.

Im großen und ganzen überzeugt das Convertible und kann auch eine Alternative zu den Geräten der anderen Mitbewerbern sein. Preislich muss man schauen, welches Modell den jeweiligen Anforderungen entspricht, Dell verkauft das Latitude 5290 2-in-1 aktuell in vielen rabattierten Varianten, die Ihr alle im offiziellen Shop findet!

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*