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Die Bedrohungslage für Android verschärft sich auch weiterhin

Im Rahmen der jetzt veröffentlichten Malware-Statistiken für das dritte Quartal hat der Bochumer Security-Hersteller G DATA nun festgestellt, dass sich die Gefahrenlage für Android-Mobilgeräte auch in Q3 weiter zuspitzt: 810.965 neue Schaddateien zählten die Sicherheitsexperten in diesem Zeitraum. Zum zweiten Quartal bedeutet dies einen Anstieg um rund 17 Prozent. Die Bedrohungslage in Deutschland verschärft sich unter dem Strich auch: Rund 69 Prozent der Smartphone-Nutzer hierzulande setzen laut Statcounter Android ein.

In diesem Jahr entdeckten die G DATA-Analysten bisher insgesamt 2.258.387 neue Android-Malware-Fälle – davon allein 810.965 im dritten Quartal. Von Juni bis September entdeckten die Experten täglich im Durchschnitt 8.815 neue Schädlinge für das beliebteste Betriebssystem für Mobilgeräte.

Ob es nun die WLAN-Lücke KRACK, die Sicherheitslücke Blueborne oder Gooligan sind: Immer wieder werden neue Sicherheitslücken in Android bekannt. Google reagiert hier meist umgehend und veröffentlicht Sicherheitsupdates, jedoch erhalten diese häufig nur die eigenen Geräte. Lediglich rund 21 Prozent der Android-Nutzer haben laut einer Statistik von Google das erst knapp über ein Jahre alte Android 7.0 auf ihren Geräten installiert. Das Henne-Ei-Problem liegt wie immer irgendwo zwischen Providern, Herstellern und Google – Nutzer von iOS dürften über solche Probleme womöglich nur schmunzeln, macht die Fragmentierung bei Android doch eben diese Thematik aus.

G DATA Android-Security Q3/2017

Die neueste Version Android 8.0 “Oreo” ist dagegen mit 0,3 Prozent noch kaum verbreitet. Das Gros der Nutzer hat Android 6.0 oder älter installiert. Immer wieder werden Sicherheitslücken und- probleme entdeckt. Ein Umdenken der Smartphone-Hersteller lässt jedoch immer noch auf sich warten. Bei vielen Geräten müssen diese Updates erst für das modifizierte Betriebssystem des jeweiligen Smartphone-Herstellers angepasst werden. Häufig ist aber weder sicher, ob die Aktualisierung für ein bestimmtes Gerät überhaupt erscheint oder es vergehen Wochen oder Monate bis zur Veröffentlichung. Hier dreht man sich seit Jahren im Kreis.

Doch gerade Mobilgeräte sind aus dem digitalen Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie sind steter Begleiter und werden immer häufiger für Shopping und Bankgeschäfte eingesetzt. Hier bestehen für Anwender gravierende Sicherheitsrisiken, wenn diese Geräte nicht auf dem neuesten Stand sind. Es muss also endlich ein Umdenken stattfinden und Hersteller müssen in die gesetzliche Pflicht genommen werden – so auch der Tenor seitens G DATA, den allerdings auch jeder andere Security-Hersteller so unterschreiben würde.

Für interessierte User sind die aktuellen Malware-Statistiken nun im G DATA Security Blog erhältlich.

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