Ein Nachruf

Der Alltag hält Menschen durch seine Routine aufrecht, trennt sie aber auch voneinander – das habe ich heute schmerzlich erfahren, als ich über Umwege gehört habe, dass ein alter Bekannter, Kunde und väterlicher Freund bereits 2012 verstorben ist. Ich lernte Günter M. kennen, als ich ganz frisch bei meinem zweiten Arbeitgeber anfing und bis ich nach fast acht Jahren diesen wieder verließ, hatten wir – in den ersten fünf Jahren – mehr oder weniger intensiven Kontakt, der über eine Beziehung Dienstleister-Kunde deutlich hinwegging. Günter war ein Original des Ruhrpotts, wohnhaft in Essen und in Gelsenkirchen arbeitend – immer mit dem Herz am rechten Fleck und immer mit Zeit für das ein oder andere Pläuschchen. Freunde wie Kunden schätzten ihn und immer, wenn wir mal in den letzten drei Jahren telefonierten, war es wie früher. Das letzte Telefonat indes fand im März 2012 statt und heute erfahre ich durch Zufall, dass Günter bereits im weiteren Verlauf des Jahres 2012 an den Folgen einer OP verstorben ist.

Und wieder wird mir klar, dass der Tag nur 24 Stunden hat, das Jahr nur 365 Tage und das man viel zu viel Zeit des Tages neben der Arbeit mit zu viel Dingen verbringt, die andere liebe Menschen des eigenen Lebens deutlich in den Hintergrund rücken lassen. Und wieder ist die Gewißheit da, das es da wieder einen der Falschen getroffen hat – jemanden, der seiner Umgebung immer etwas geben konnte.

In diesem Sinne: Auf Wiedersehen, Günter “Günni” – Ruhe in Frieden!

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