Fedora 27

Fedora 27 samt direkter Nextcloud-Integration kurz betrachtet

Seit November ist die aktuelle Linux-Distribution Fedora bereits in der Version 27 verfügbar. Das gab Matthew Miller, seines Zeichen Projektleiter, seinerzeit bekannt und verwies auch auf die einzelnen Änderungen: Unter anderem der Gnome-Desktop in der Version 3.26 ist mit an Bord, es wurden diverse Konfigurations-Optionen für Bildschirm und Netzwerk ebenso überarbeitet wie die Systemsuche. Wer nun auch Emoji-Support benötigt, findet diesen nun auch in der aktuellen Workstation-Variante, die ich mir einmal näher angeschaut habe.

Fedora 27 Menü

Auch LibreOffice hat man auf Version 5.4 aktualisiert und neben Verbesserungen in den Modulen Writer und Calc auch die Funktion hinzugefügt, EMF+ Vektorgrafiken importieren zu können. OpenPGP kann nun auch verwendet werden, um ODF-Dokumente digital zu signieren.

Ein weiterer und – wie ich finde – wunderbarer Weg, direkt mit quelloffener Software zu starten, ist die direkte Anbindung meiner favorisierten Private-Cloud-Lösung Nextcloud: Nach erfolgter Installation kann man sein Fedora direkt an diverse Online-Dienste wie Google, Microsoft oder Facebook verbinden. So weit, so gut – doch auch die direkte Anbindung von Nextcloud als festes Laufwerk ist über den Assistenten von Haus aus möglich.

Fedora 27 Konten integrieren

Dazu bedarf es schlicht Eurer Nextcloud-URL samt Benutzernamen und Kennwort:

Fedora 27 Nextcloud integrieren

Das Ganze sollte nun relativ fix eingerichtet sein und schlußendlich so aussehen:

Fedora 27 Nextcloud integriert - fertig

Seid Ihr mit dem Verbinden aller Konten fertig, schließt ein Klick auf “Weiter” den Assistenten und Ihr könnt mit der Nutzung von Nextcloud in Fedora direkt durchstarten. Ein Klick auf das verbundene Laufwerk zeigt den Inhalt Eurer private Cloud an und Ihr könnt nahtlos (eben wie beispielsweise OneDrive unter Windows 10) Euren Cloud-Speicher systemweit nutzen.

Fedora 27 Nextcloud-Verzeichnis

Das Schöne an der Sache ist: Ihr könnt, müsst aber nicht den offiziellen Client für die Synchronisation nutzen. Wer lieber die komplette Cloud stetig verbunden haben möchte, ohne sich über den Sync Gedanken zu machen oder einzelne Ordner ausschließen zu wollen, findet hier ein von vornherein ins Betriebssystem integriertes Bordmittel, was das Fedora-Projekt wunderbar implementiert hat!

Wer das Ganze einmal näher testen möchte, findet die Release Notes hier und die gesamte Projekt-Dokumentation hier. Download-Images der Workstation-Variante sind auf dieser Seite zu finden – Ihr könnt entweder den Fedora Media-Writer nutzen oder die Live-ISO respektive die Installations-CD in 32 oder 64bit herunterladen. Apropos Media-Writer: Dieser kann auch genutzt werden, um unter Windows, macOS und Linux auch SD-Karten für die Nutzung im Raspberry Pi zu schreiben und gibt auch Bescheid, wenn ein Fedora-Update verfügbar ist!

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