Freifunk: Dezentrales Mitmach-WLAN für alle

Wirft man mal einen Blick in andere Länder, so ist nicht nur die Internet-Struktur eine deutlich bessere. Auch die Preise, die für Bandbreiten gezahlt werden müssen, stehen auf einem ganz anderen Deckel als hier in Deutschland, wo teilweise selbst in Ballungszentren nicht die Geschwindigkeiten geliefert werden, die man so erwarten würde. Ähnlich sieht es auch in Sachen WLAN aus: Zwar ist das kostenlose WLAN in der Öffentlichkeit durchaus vorhanden, aber noch ausbaufähig und im Vergleich zum Ausland noch immer irgendwie in den Kinderschuhen. Einen ganz interessanten Ansatz, das zu verbessern, bietet seit einiger Zeit das Freifunk-Projekt.

Wer also ein wenig seiner Bandbreite übrig hat respektive teilen möchte und vielleicht sogar noch einen kompatiblen Router hat, kann an dem Projekt teilnehmen. Freifunk ist ein öffentliches, von Bürgern organisiertes WLAN mit dem Ziel, hier für eine entsprechende Flächendeckung zu sorgen. Der Vorteil: Der Einstieg ist leicht vollzogen und auch die Sache mit der Störerhaftung ist dank eines VPNs gelöst – durch den Aufbau einer verschlüsselten Verbindung zu einem der Gateway-Server surft niemand mit der offiziellen externen IP-Adresse Eures Anschlusses.

Selbstredend gelten auch bei Freifunk Nutzungsbedingungen: Auf Fairneß (Beeinträchtigung von Betreibern oder Teilnehmern soll es nicht geben), Sicherheit (auch Freifunk ist ein offenes WLAN, sichert also Eure Endgeräte eigenständig ab!) oder die rechtskonforme Nutzung (Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und Nicht-Verletzungen der Rechte Dritter)  sollte man schon achten. Andernfalls erfolgt die Klärung gemeinsam mit den jeweiligen lokalen Projektverantwortlichen und im schlimmsten Fall auch der Ausschluss vom jeweiligen Freifunk-Knoten.

Aktuell nimmt das Projekt bei uns im Münsterland schon seit einiger Zeit schön Fahrt auf und auch mein Beitrag zum Projekt ist bereits fertig : Ein alter TP-Link TL-WR841N, die passende Firmware dazu und man ist mit an Bord. Technisch findet Euer Access Point entweder weitere zur Eingliederung in das dezentrale Freifunk-Netz (“Meshing”) oder aber baut eine eigene VPN-Verbindung auf. So oder so ist das Ganze separiert von Eurem eigenen Anschluss.

Interessierte können sich auf der offiziellen Webseite gerne einmal weiter in das Thema einlesen oder direkt loslegen – viel Spaß bei einer – wie ich finde – tollen Idee!

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