Surface Maus Tisch

Hand angelegt: Die Microsoft Surface-Maus im Kurztest

Bei allen Technologien, die wir heute so nutzen – und trotz aller Touch-Technologien, die es aktuell so gibt – ist die klassische Computermaus bis heute nicht wegzudenken. Damals so genannt, weil die zwei dunkelgrauen Knöpfe, der hellgraue Korpus und das Kabel eben wie das gleichnamige Nagetier aussahen, ist die Maus bis heute unser verlängerte Arm am Rechner. Ob wir damit am stationären Computer arbeiten oder aber das fast immer nervige Touchpad unseres Notebooks dadurch mobil ergänzen: Die Maus ist gesetzt. Gilt das auch für die neue Surface-Maus von Microsoft, die optisch die Surface-Linie ergänzen soll?

Mäuse, Mäuse, Mäuse

Auf Mac-Basis bin ich klassisch mit der Magic Mouse 2 unterwegs, auf Windows-Systemen ist die Logitech Performance MX die Maus der Wahl. Unterwegs gibt es dann da noch die stylische Arc Touch Maus von Microsoft. Damit hätte ich die Hersteller, die ich für Maus-Eingabegeräte in meine persönliche Liste eintragen würde, somit schon einmal genannt. Nun ist es ja auch seit einiger Zeit Trend, Eingabegeräte als spezielles Zubehör für die ein oder andere Hardware auf den Markt zu werfen.

Hier macht Microsoft mit der aktuellen Zubehör-Linie für seine Surface-Produkte ebenfalls nicht Halt und wer (wie ich am Mac) gerne das “Alles-aus-einer-Hand”-Prinzip mag und das auch preislich mitträgt, darf auch hier exklusives Zubehör für seine Hardware erwerben. Ich konnte nun für einige Zeit die Microsoft Surface Maus in Augenschein nehmen und die ein oder andere Strecke auf dem Mauspad damit zurücklegen. Gekoppelt war sie während dieser Zeit sowohl mit einem Windows 10- als auch mit einem Mac-System unter macOS 10.12 “Sierra”.

Was brauche ich? Was erwarte ich?

Die Anforderungen waren überschaubar – ich bin Konsolen-Gamer (wenn denn noch Zeit für die Xbox übrig bleibt) und brauche keine Maus, die ich von vorne bis hinten programmieren kann. Hier bin ich eher klassisch unterwegs: Linke Taste, rechte Taste, Scroll-Rad und kabellos muss sie sein – mehr Wünsche habe ich nicht und das reicht mir auch für die alltägliche Routine.

Die Verpackung

In Sachen Verpackung ist die Maus schlicht unterwegs: Es gibt die aktuelle Microsoft-Optik in passender CI, hinten auf dem Karton die passenden Eckdaten und im Karton neben den zwei enthaltenen AAA-Batterien – die übrigens für ca. zwölf Monate Betriebszeit sorgen sollen – die klassische Kurzdokumentation und ein Garantie-Heftchen. Microsoft fokussiert die Aufmerksamkeit des Nutzers auf das Wesentliche und das ist eben die Maus: Schnickschnack war gestern!

Ebenso wenig spektakulär geht es beim Unboxing zu, wenn man denn hier davon sprechen kann: Verpackung öffnen, Maus bestaunen, aus der Packung nehmen. Feststellen, dass bis auf die Batterien nichts Wesentliches mehr enthalten ist, Karton zur Seite legen, dongle-freie Maus via Bluetooth koppeln – fertig. Unboxing in schnellen Schritten, aber ganz im Ernst: Was möchte man hier großartig auspacken?

Im Fokus: Das drahtlose Nagetier

Optisch schliesst die Maus sich der aktuellen Designsprache von Microsoft – die mir im übrigen sehr gefällt – an: Bei den aktuellen Surface-Geräten fährt man anders wie in früheren Zeiten jetzt optisch eine Linie. Eine Linie mit entsprechendem Wiedererkennungswert, der die aktuelle Microsoft-Hardware vom dem Grossteil der Zubehör-Masse abhebt. Finde ich persönlich schön, weil es das lange Zeit nicht gab – auch ohne das Microsoft-Symbol auf der Rückseite kann man das Gerät zum Beispiel optisch auch mit einem Surface Book in Verbindung bringen.

Das ist aber ein Muss, denn die geschwungen und ausserordentlich modern wirkende Surface-Maus lässt sich via Bluetooth 4.0-Standard auch jederzeit mit jeden anderen Gerät koppeln. Technisch ist das nach Einlegen der Batterien auch schnell geschehen: Den Bluetooth-Knopf unter der Tastatur länger drücken, bis die Maus “paarungswillig” ist und im jeweiligen System in den Bluetooth-Einstellungen den “Paarungsvorgang” initiieren – damit ist die Messe an sich schon gelesen, wie nachfolgend im Beispiel unter macOS zu sehen ist:

Surface-Maus Blueeooth-Kopplung macOS

Eine separate Software benötigt es an dieser Stelle nicht – schliesslich gibt es ja nichts zu programmieren und Maustasten, Scroll-Wheel und Zeigerbeschleunigung- / Empfindlichkeit kann man auch bequem in den Einstellungen des jeweiligen Betriebssystems konfigurieren.

Wer bisher mit anderen Mäusen (und sein es die Geräte, die jeder PC-Hersteller seinen Systemen vielleicht noch beilegt) unterwegs war, wird sich erst einmal an die Surface Maus gewöhnen müssen. Sie mutet relativ flach an und speziell Umsteiger von Logitech-Geräten wie ich mit der eher extrem geschwungenen Logitech Performance MX werden erst ein wenig Einarbeitungszeit investieren müssen. Zu schlicht wirkt die Surface-Maus im Vergleich zu Ihren Mitbewerbern – was aber nichts Schlechtes heissen muss. Ganz im Gegenteil hat man sich recht schnell daran gewöhnt, auch das Scroll-Wheel mutet erst ein wenig fremdartig an, geht dann nach ein wenig Einarbeitung auch in Sachen Gesamteindruck in Ordnung.

Surface Maus Mausparade

Technisch spricht mich die Surface-Maus also bisher völlig an, doch wie schaut es mit der Optik aus? Hier werden sich die Geister unter Garantie scheiden: Für den Einstiegspreis von knappen 55 EUR inklusive Mehrwertsteuer – der Strassenpreis liegt mittlerweile etwa zehn Euro darunter – bekommt man eine Maus, bei der “Kunststoff” grossgeschrieben wird: Zwar sticht hier das metallene Scroll-Rad mit seinen 24 Arretierungen heraus, der Rest ist aber eher dem Motto “simpel, aber funktional” zuzuordnen, zudem sind die beiden Maustasten sehr laut und werden wohl dem ein oder anderen – je nach Tageszeit – unangenehm auffallen.

Das Fazit: Beisst die Surface-Maus den Faden ab?

Optische Aufhübschungen, Glas-Elemente oder ähnliches gibt es nicht und Stil ist nicht das Ende des Besenstiels. Soll heissen: Technisch liefert Microsoft hier eine solide und simple Vorstellung ab, optisch werden sich die Meinungen über das Preis-/Leistungsverhältnis definitiv teilen. Wer ein Surface-Gerät hat und optisch keinen Stilbruch begehen möchte, wird sich der Surface Maus ebenso zuwenden wie dem passenden Keyboard – und damit auch Kompromisse eingehen. Als Beispiel sei hier meine Magic Mouse 2 von Apple genannt, die nach Erstkopplung im Vergleich zu diesem Modell hier oder meiner Logitech-Maus schlichtweg lahm wirkt, aber in mein Schreibtisch-Konzept hereinpasst: Ich kann mit ihr leben, die Surface Maus fühlt sich aber out-of-the-box direkt fixer und zackiger an.

Die ein oder andere Probereise auf dem Mauspad würde ich daher hier jedem definitiv empfehlen, der den aktuellen Tagespreis für die Surface Maus in die Hand nehmen möchte. Sei es als Ergänzung für das mobile Arbeiten oder als Komplettierung der eigenen Surface-Ausstattung: Mich spricht die Maus generell an, ich hätte mir hier aber eine etwas höhere Wertigkeit oder einen niedrigeren Einstiegspreis gewünscht. Ob und wie die Surface-Maus in Eurer Hand arbeiten und liegen kann, entscheidet Ihr – nehmt Euch also die Zeit für einen kleinen Test!

Käuflich erwerben könnt Ihr die Microsoft Surface-Maus im Microsoft Store oder eben beim Händler Eures Vertrauens! Solltet Ihr das Gerät über den berühmten Händler mit dem grossen “A” am Anfang kaufen wollen, würde ich mich freuen, wenn Ihr das über den folgenden Link erledigt: Das Produkt wird dadurch für Euch nicht teurer, Ihr unterstützt aber ein wenig das Blog und meine Arbeit daran. Vielen Dank!

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