Heitere Aussichten in der Wolke: Nextcloud 13 ist da!

Die aktuelle Taktung der Release Candidates haben es bereits vermuten lassen: Nextcloud hat soeben die neue Version 13 seiner selbst-gehosteten private Cloud-Lösung angekündigt. Neben einer erheblichen Geschwindigkeitsverbesserung trumpft die neue Version vor allem durch Sicherheitsverbesserungen wie die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf. Mit an Bord ist ebenfalls Nextcloud Talk, welches die Lösung zusätzlich durch eine eigene und private Videokonferenz- und Chat-Lösung ergänzt. Der Fokus liegt selbstverständlich nach wie vor auf dem Thema des Filesharings auf eigener Hardware gepaart mit dem Faktor Zusammenarbeit und das eben über Gerätegrenzen- und Plattformen hinweg.

„Nextcloud 13 setzt erneut die Messlatte in einem Bereich höher, in dem viele Hersteller bis heute denken, es gehe bei modernen Strukturen immer noch nur um das Synchronisieren von Dateien. „Unsere vorausschauende Strategie in Sachen Entwicklung ist hier sicherlich ein Grund für den kometenhaften Aufstieg unserer Lösung auf dem Markt“ sagt dazu Frank Karlitschek, Gründer und Geschäftsführer bei Nextcloud. Der Mann muss es wissen, hat der damalige ownCloud-Gründer doch die eigene Firma verlassen und mit Nextcloud mal eben einen Fork seines eigenen Projektes sehr erfolgreich auf dem Markt platziert.

„Mit unserem Fokus darauf, moderne Arbeitnehmer produktiv agieren zu lassen, während die eigene IT Kontrolle über die verarbeiteten Daten behält, wird Nextcloud auch weiterhin Grenzen definieren: Neue Grenzen, die das Gebiet eines selbst-gehosteten Datei-Austauschs inklusive Synchronisation und einer einzigartigen Kollaborations-Plattform grundlegend definieren“, so Karlitschek. Die erste große Innovation bei Nextcloud 13 ist wie angekündigt die Verschlüsselung zwischen den Endpunkten, sprich vom Client zum Server – hiermit sollen sensible Daten besonders gut geschützt werden und zudem Nextcloud out-of-the-box durch die folgenden Features auf den Enterprise-Bereich fokussieren:

  • Die Verschlüsselung der Daten ist nicht nur von umfassend bis gar nicht, sondern auch auf Ordnerebene möglich
  • Die Nutzer müssen dafür keine Passwörter austauschen
  • Es besteht die Möglichkeit, einen optionalen, administrativen Offline-Wiederherstellungsschlüssel zu hinterlegen
  • Kann mit der Möglichkeit der Dateizugriffskontrolle kombiniert werden
  • Schützt durch das Feature der „Cryptographic Identity Protection“ vor Identitätsdiebstahl

Die End-to-End-Verschlüsselung ist aktuell als Preview-Variante der mobilen Android- und iOS-Varianten und für die Desktop-Versionen auf Windows, dem Mac und Linux verfügbar. Nextcloud erwartet in den kommenden Monaten eine Stabilisierung der Implementierung und wird bis dahin das Feedback wie gewohnt in die finalen Versionen einfließen lassen.

„Vorhandene Technologien zur Ende-zu-Ende-Veschlüsselung benötigen die komplizierte Verwaltung von Schlüsseln und riskieren dabei den Datenverlust beim Vergessen der Kennwörter. Das kann die Sicherheit deutlich beeinträchtigen, zudem vieles auch recht ungeschickt auf vorhandene Techniken aufgesetzt wurde“ sagt dazu Björn Schießle, seines Zeichens Verschlüsselungs-Spezialist bei der Nextcloud GmbH. „Nextclouds Lösung hat den End-User im Fokus und hilft dabei, das Teilen und Hinzufügen von Geräten nahtlos und einfach zu machen, während absolute Vertraulichkeit bei der Datenhaltung geboten wird“.