Logitech Crayon mit Tablet

Logitech Crayon: Die interessante Alternative zum Apple Pencil einmal angeschaut

Als Apple im März 2018 das Update der klassischen iPad-Reihe vorgestellt hat, bekamen diese Modelle auch die Möglichkeit, den Apple Pencil zu nutzen. Dieser war bisher nur der iPad Pro-Reihe vorbehalten. Zusammen mit dem interessanten Einstiegspreis avisierte Apple hier nun auch die kreativen Köpfe im Bildungssektor an. Das Problem hier: Der Preis des Apple Pencil, der zwar schön, aber bei weitem nicht ideal und eben auch teuer ist. Im September diesen Jahres stellte Logitech den „Crayon“ vor, einen Stift, der speziell für den Bildungssektor (im Amerikanischen: K-12) geschaffen wurde und recht bezahlbar scheint. Wo sich beide Stifte unterscheiden und wo die jeweiligen Mehrwerte liegen, lest Ihr hier.

Der Crayon ist speziell für die sechste Generation der iPads (Modelle A1893 und A1954) geschaffen worden und unterstützt nicht die iPad Pros. Er wirkt erst einmal deutlich kindlicher als der klassische Apple Pencil und bringt auf jeden Fall eine sinnvolle Eigenschaft out-of-the-box mit: Durch die eher rechteckige Form rollt er nicht so leicht von unebenen Oberflächen wie der große Bruder aus dem Hause Apple, auch liegt er – subjektiv empfunden – durch die geringeren Masse ein wenig besser in der Hand. Auch funktioniert er überall dort, wo auch der Apple Pencil unterstützt wird – und da gibt es viele Apps, die das von Haus aus tun. Die Vorzeichen stehen also gut.

Logitech Crayon Elements

Technisch funktioniert das nach dem Einschalten durch den separaten Ein-/Ausschalter (auch hier ein Unterschied zum „Always on“ des Apple Pencil) pixelgenau. Eine Verzögerung konnte ich während des Tests nicht feststellen, die Präzision war dieselbe, die ich auch bei Apples Stift über die Zeit festgestellt habe. Die Paarung des Stiftes funktioniert quasi im Hintergrund und relativ unmerkbar: Zwei Sekunden Drücken des Einschalters „verheiraten“ den Crayon mit dem iPad. Dies klappte am Anfang nicht direkt – erst nach Trennung meines vorhandenen Apple Pencils klappte der Vorgang dann. Ob das gewollt war oder reiner Zufall, muss man gegebenenfalls noch einmal nachvollziehen.

Der Lightning-Anschluss am Kopf des Stiftes bietet indes eine Ladefunktion. Diese soll bis zu sieben Stunden Schreiben ermöglichen und bereits zwei Minuten Ladezeit sorgen für 30 Minuten Schreibkomfort. Nach 30 Minuten Inaktivität schaltet sich der Stift auch automatisch aus, um Energie zu sparen.

Logitech Crayon Test

Der technisch größte Unterschied: Der Crayon unterstützt keine Druckstufen wie der Apple Pencil, hier wird sich also auch im Kreise der möglichen Kaufinteressenten die Spreu vom Weizen trennen. Durch Neigung des Stiftes lässt sich zudem die Linienstärke beeinflussen – eine Schrägstellung führt so also zu einem breiten Schrift-/Zeichenbild. Die Stiftspitzen sind hier übrigens auch wechselbar, dafür muss mit einem Hilfsmittel die Sperre der Spitzenhalterung gelöst werden.

Logitech Crayon Paper

69,99 EUR veranschlagt Logitech als Listenpreis auf der eigenen Webseite oder im Apple Store für den Crayon und wer einfach „nur“ einen Stift mit Apple Pencil-Technologie benötigt, wird hier sicherlich fündig werden. Nutzer, die auf die Druckstufen Wert legen, werden um den Apple Pencil nicht herumkommen, iPad Pro-User sowieso nicht. Interessant wäre es noch, den Crayon auch in unterschiedlichen Farbkombinationen erwerben zu können – das Rot sagt mir persönlich eher weniger zu. Ansonsten tut Logitechs Pencil-Pendant das, was es tun soll und das gut – mit Ausnahme der Druckstufen. Klassische Zeichen-, Notiz- oder Mindmapping-Arbeiten sind aber damit problemlos möglich und schliessen für interessierte Anwender sicherlich die Lücke zum teureren Apple Pencil!

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