Windows

Microsoft Security Essentials – Gratis-Virenschutz von Microsoft

In Bezug auf Client-basierte Antivirenlösungen für den einzelnen Arbeitsplatz scheiden sich – wie so oft – die Geister. Ich persönlich bevorzuge aus Performancegründen die Antivirus-Suite von Kaspersky, wenn es um Windows-Workstations ohne Server geht, der ein oder andere schwört auf die kostenlose Version des “Regenschirms”, andere wiederum bevorzugen seit Jahren die Symantec-Lösungen. Wie immer sind Meinungen und Erfahrungen verschieden, seit Ende letzten Jahres hat aber auch Microsoft mit seinen Security Essentials den einzelnen Arbeitsplatz im Visier und damit meiner Meinung nach einen guten Spagat zwischen Gründlichkeit und Geschwindigkeit geschafft.

Als Mindestvoraussetzung gibt Microsoft Windows XP (jeweils als 32- und 64-Bit-Version) an, Vista und Windows 7 werden selbstverständlich auch unterstützt. Ist der Download erfolgt, kann die Software, die sowohl einen Echtzeitschutz (“On-Access”-Scanner) als auch einen “Bedarfscan” (“On-Demand”-Scanner für manuelle Prüfungen) mibringt, direkt gestartet werden und führt danach ein Update und eine erste Systemüberprüfung durch. Positiv fällt auf, dass die Security Essentials – ähnlich wie mein Favorit Kaspersky Anti Virus – nicht so viel Ressourcen wie diverse Konkurrenzprodukte beanspruchen, auch die Optionen sind einfach, aber funktionell gehalten – als Erstes sollte man die geplante Standardüberprüfung von 2 Uhr Morgens auf einen adäquaten Zeitpunkt verstellen, wobei der Scanner diese meistens dann vornimmt, wenn der Computer in Sachen Last nicht allzu sehr genutzt wird (übrigens eine sinnvolle Option!).

Positiv fällt auch die gelungene Integration in das Windows-Kontextmenü auf und irgendwie erinnert die ganze Optik überhaupt an den zu ersetzenden Windows Defender oder an die “One Care”-Suite von Microsoft. Vier Reiter reichen aus, um alle Funktionen des Programms übersichtlich und verständlich zu gliedern und lassen den Scanner schlank, aber dennoch funktionell wirken. Laut diversen Internettests sind die Ergebnisse insgesamt sehr zufriedenstellend, einzeln im Spyware-Bereich gab es “nur” eine Erkennungsquote von knapp 90 Prozent – hier ist aber – wie bei jedem anderen Produkt auch – der Endanwender das Zünglein an der Waage, denn die beste Lösung schützt nicht vor unbedarften Usern, die wild alles anklicken, was direkt ins Auge springt.

Fazit: Die Security-Essentials sind interessant für diejenigen, die nicht viel Anforderungen an einen Heimviren- und Spamschutz stellen und / oder die Investition in Bezahlprodukte scheuen. Die Ergebnisse sind insgesamt ordentlich, der Ressourcenverbrauch der Security Essentials im laufenden Betrieb erstaunlich moderat. Updates gibt es laut Microsoft dreimal täglich und das Microsoft-Konzept, den Windows-PC via User Access Control, Firewall, Browser und Virenschutz in dem zentralen Sicherheitscenter zu vereinen, geht hier voll auf.

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