Moto G6 Mockup

Moto G6: Mittelklasse kann so schön sein!

“Wieviel Smartphone braucht man heute fernab der Flaggschiffe?” – eine spannende Frage, die oft von vielen Menschen gestellt wird. Denkt man mal eingängig darüber nach, ist diese Frage durchaus berechtigt und eigentlich immer abhängig von den eigenen Anforderungen und der Investitionsbereitschaft: Was ist mir wichtig, was weniger und wieviel darf es am Ende kosten? Aktuell gibt es immer mehr Smartphone für den Ottonormal-Nutzer für mittlerweile überschaubare Preise. Unterhalb der psychologisch oft entscheidenden Preismarke von 250 EUR holt Lenovo nun mit dem aktuellen Moto G6 zu einem interessanten Rundumschlag aus.

250 EUR – das ist ein Preissegment weit unter dem Flaggschiff-Level und so sicherlich auch für die Masse der Nutzer bezahlbar. Auf der anderen Seite kann man für diese Summe aber auch schon ein wenig Qualität und entsprechende Features erwarten – eigentlich genau das Metier, für das sich Motorolas G-Klasse von Haus aus berufen fühlt. Wie schafft das nun schon seit einigen Monaten auf dem Markt erhältliche Moto G6 mit dem aktuell beliebten 18:9-Display und Dual-Kamera diesen Spagat? Schafft es diese Aufgabe überhaupt? Das soll der nachfolgende Testbericht zeigen!

Look ‘n Feel

Wer die Moto-Serie kennt, kennt auch das grobe Look ‘n Feel der Geräte. Ich würde hier behaupten, diese haben schon einen gewissen Wiedererkennungswert in Sachen Gehäuse und vor allem in Bezug auf das Kameramodul. Das Design des Gehäuses des Moto G6 ist daher – nüchtern betrachtet – recht schlicht, die Anmutung jedoch hochwertig und alles in allem ist die Verarbeitungsqualität für den Preis hoch: Die Rückseite meines Indigo-blauen Testgeräts ist von glattem, kratzfesten und für den Schutz der eingebauten Elektronik gegen Spritzwasser nanobeschichteten Gorilla Glass überzogen.

Moto G6 in der Hand

Dieses reflektiert je nach Lichteinfall entsprechend und ist an den Längsseiten ein wenig gewölbt: Hier kommt leichtes Samsung Galaxy S7-Feeling auf! Der Übergang zum wirklich schmalen Kunststoffrahmen ist hier jedoch nahezu nahtlos, an der Ober- und Unterkante des Geräts wird der geschwungene Rahmen jedoch breiter und setzt sich deutlicher aber immer noch sauber getrennt vom Display und der Rückschale ab. Apropos “indigo-blue”: Auch wenn ich eigentlich ein Freund des Schwarz-Tones bin, wirkt diese Farbe beim Moto G6 in der Realität weniger erschreckend, als es die Namensgebung vermuten lässt!

Die runde Modul der Dual-Kamera mit integriertem LED-Blitz und dem charakteristischen Logo an der Rückseite hebt sich schon deutlich von der planen Rückseite des Smartphones ab. Mal schauen, wann der Trend wieder zu “nicht-kippeligen” Smartphones geht, aktuell gleich man das – wie auch hier – durch die kostenlose beigelegte Schutzhülle aus. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich durchaus Respekt dafür zolle, dass man hier eine Hülle beilegt. Leider torpediert sie aber das erwähnte Handling des Smartphones und wirkt einfach plump – aber wie war das noch einmal mit dem geschenkten Gaul? Im Zweifelsfall fungiert die Hülle als temporärer Schutz, bis eine passende beim Onlinehändler des Vertrauens erworben wurde. Aber wie gesagt: Feines Zeichen, das Case direkt beizulegen!

Moto G6 Case

Trotz einer Breite von 72,3 Millimetern und speziell dank der gerundeten Seitenkanten liegt das Moto G6 trotz der geringen Bautiefe von 8,3 Millimetern angenehm in der Hand. Wertig wirkt es mit seinen 167 Gramm also auch, sofern – das erwähnte ich ja bereits – die Hülle diesen Eindruck nicht zunichte macht. Aber auch hier Punkt für Moto – nicht jedes Gerät in der Preisklasse fühlt sich out-of-the-box so hochwertig an! Nachteil der schönen glänzenden Optik ist natürlich – wie so oft – der magisch angehauchte Fingerabdruck-Magnetismus, der die Eleganz des Smartphones nur allzu schnell mit Fingerabdrücken besudelt.

Den Trend zum randlosen Display hat man bei Motorola allerdings ein wenig verschlafen – oder den bei sehr guten 424 dpi der Preisschraube unterworfen: Ober- und unterhalb des Bildschirms sind breite Balken, oben für den Telefonlautsprecher, die Frontkamera und Sensoren. Unten für Firmenlogo und einen breiten Fingerabdrucksensor und ein Mikrofon.

Moto G6 Seite

An den Längsseiten ist der schwarze Rand um die Anzeigefläche dünner als bei etlichen anderen Mitbewerbern speziell älterer Generationen, aber nicht so fein wie bei den aktuellen Topmodellen. Am unteren Bildschirmrand finden wir die drei Android-typischen Navigationsbuttons, eine Home-Taste gibt es dem Moto G6 nicht.

Der vordere Fingerabdrucksensor kann zum Entsperren des Smartphones oder zum Bestätigen von Bezahlvorgängen oder App-Käufen verwendet werden. Wer bei aktiviertem Display den Finger auf die Scanfläche legt, sperrt das Telefon. Alternativ zur Passwort- respektive PIN-Eingabe oder zum Fingerabdrucksensor steht Face Unlock über die Frontkamera als Entsperrmethode bereit. Bei letzterem muss man natürlich auf biometrische Funktionen verzichten.

Moto G6 Front

Der Telefonhörer dient gleichzeitig als Lautsprecher, einen weiteren Lautsprecher für eine dynamischere Audioausgabe gibt es an dem Moto G6 nicht. Die drei Seitentasten sitzen recht hoch am Gerät, so dass nur der Power-Button bequem mit dem Daumen der das Handy haltenden Hand zu erreichen ist. Dieser ist aber angenehm und merkbar geriffelt. Alle Tasten weisen einen knackigen Druckpunkt auf.

Moto G6 Seite

Draufgeschaut: Das Display

Wenn man schon die grösseren Flaggschiffe gewöhnt ist, wird man auch einhändig mit der Bedienung des Moto G6 klarkommen. Die 5,7 Zoll des Displays lösen mit 2.160 x 1.080 Pixeln auf und stellen mit 424 dpi (Bildpunkte pro Zoll) eine entsprechend scharfe Ausgabe dar. Trotz des groß wirkenden Displays liegt das Gerät meiner Meinung nach aber sehr gut in der Hand – zum Vergleich: Mein “sweet Spot”, also die perfekte Smartphone-Grösse ist (subjektiv empfunden) mein Hauptgerät, ein iPhone X. Von daher komme ich mit der Größe des Moto G6 problemlos auch mit einer Hand klar – schaut Euch das Gerät aber gerne noch einmal live an, bevor Ihr an einen Kauf denkt!

Ziehe ich dann wieder den Vergleich zum iPhone X von Apple, lässt das Moto G6 in Sachen Blickwinkelstabilität einfach Federn: Die Ausleuchtung wirkt teils ungleichmässig und die Anzeige bekommt – je nach Sichtwinkel – auch gerne schon mal einen Graustich oder verdunkelt sich. Die Farbtemperatur der Anzeige lässt sich über die Systemeinstellungen entsprechend anpassen, an den grundsätzlichen Problemchen des Displays ändert das aber auch nichts. Auch direkte Sonneneinstrahlung ist nicht förderlich – draussen kann man durch das Regeln der Helligkeit noch etwas rausholen, bei direktem Lichteinfall wird es aber schwer, noch etwas abzulesen.

Das Innenleben

Im Inneren des Moto G6 arbeitet der im 14-Nanometer-Verfahren gefertigte Octa-Core-Prozessor Snapdragon 450 von Qualcomm mit einer Taktfrequenz von bis zu 1,8 GHz und der Adreno-506-GPU. Das gleiche Modell steckt beispielsweise auch im Honor 7C und ist quasi eine heruntergetaktete Version des Snapdragon 625 vom Moto G5 Plus.

Je nach Geräteversion bietet Motorola das G6 in Varianten zu 3 GB oder 4 GB RAM mit entsprechenden Flash-Speicher von 32 GB oder 64 GB an. Bei meinem Testgerät handelt es sich um die Geräteversion mit 3 GB LPDDR3-RAM und 32 GB internem eMMC-5.1-Speicher, der mit einer handelsüblichen MicroSD-Karte um bis zu 128 weitere GB erweitert werden kann.

Im Vergleich zu dem im 28-Nanometer-Verfahren produzierten Vorgängermodell Snapdragon 435 soll sich der Snapdragon 450 durch eine höhere Energieeefizienz und Leistung auszeichnen. Die acht Cortex-A53-Rechenkerne mit bis zu 1,8 GHz, die GPU mit 650 MHz und der Arbeitsspeicher mit 933 MHz sind laut Herstellerangaben jeweils höher getaktet. Qualcomm Aussagen folgend gewährleistet der neue, für Mittelklasse-Smartphones konzipierte Chip im Vergleich beispielsweise vier Stunden mehr Akkulaufzeit in ansonsten baugleichen Modellen.

Im Alltag lässt sich das Moto G6 weitgehend ruckelfrei bedienen, Apps starten ohne spürbare Verzögerung, gängige Anwendungen funktionieren ebenfalls ohne Probleme. Aktuelle Spiele laufen – wenngleich nicht in höchster Qualität  – ebenfalls, aber wer etwas zum mobilen Zocken sucht, wird das Moto G6 schon per se ausklammern. Hin und wieder ertappt man einen kleinen Ruckler, der dürfte dann aber gegebenenfalls auch dem etwas älteren Speicherstandard geschuldet sein.

Benchmarks sind erwartungsgemäss nicht die Freunde des genutzten Snapdragon-Mittelklasse-SoCs. Für Freunde reiner Zahlen findet Ihr im Umkreis dieser Zeilen entsprechende Galerien mit diversen Benchmarks, so dass man auch hier schon einmal einschätzen kann, was der SoC zu Leisten im Stande ist.

System & Software

Zum Auslieferungszeitraum befand sich Android 8.0 “Oreo” auf dem Moto G6. Der Sicherheitspatch war vom 1. März 2018 – das hatte Motorola in der Vergangenheit schon deutlich besser hinbekommen: Die Zeiten, wo die Moto-Serien aufgrund des Google-nahen “sauberen” Systems zeitnah Updates auf die Beine stellten, sind offenbar vorbei. Im Laufe des Testzeitraumes gelangte dann immerhin das Mai-Update auf das Gerät – im August.

Moto G6 Mai-Update

Hier kommen wir wieder zum klassischen Punkt, der mich an Android – direkte Google-Geräte wie Pixel & Co. einfach mal aussen vor gelassen – einfach stört: Die Fragmentierung bei den Updates. Ob das mal besser wird oder die Zielgruppe des Moto G6 überhaupt interessiert: Man weiß es nicht. Fest steht aber, dass andere Hersteller wie Huawei & Co. auch gelernt haben, öfter und zeitnaher Sicherheits-Updates zu verteilen. Auch der Sprung zu Android 8.1 hätte durchaus schon geschehen dürfen, aber den hebt sich Motorola wohl für Android 9.0 “Pie” auf, welches aktuellen Angaben zufolge wohl zum Jahresende ausgerollt werden soll: Mal schauen!

Moto G6 Patchlevel

Positiv erwähnt werden muss allerdings, dass – ebenfalls als andere Hersteller – Motorola die Optik des Systems nicht durch einen eigenen Herstelleraufsatz verunstaltet. Wie aber auch von vergangenen Modellen gewohnt, integriert man einige weiterführende Optionen – beispielsweise in Form einer Sprach- oder der bereits bekannten Gestensteuerung. Speziell letztere ersetzt nicht den Google Assistant, sondern möchte – so der Plan – an sich eine komplette touchfreie Bedienung des Smartphones durch Sprachbefehle ermöglichen.

Moto G6 Startbildschirm

Da das Ganze aktuell noch in den Kinderschuhen steckt und entsprechend ausbaufähig ist, wird dieses Feature im vollen Umfang noch ein wenig Zeit brauchen. Wie das Ganze sich so entwickelt, wird die Zeit zeigen, persönlich bin ich der Meinung, dass unter Android der Google Assistant ausreicht. Alles weitere an Zusätzen klappte schon bei Samsungs Bixby nicht – aber vielleicht überrascht Motorola hier ja mit einem neuen Ansatz?

Moto G6 Moto-Tools

Ansonsten kommt das Moto G6 relativ Bloatware-frei aus der Verpackung. “Relativ”, weil dann doch diverse Microsoft-Apps (darunter Outlook, LinkedIn & Co.) und die klassischen Google-Apps von Haus aus mit an Bord sind. Es gibt da durchaus Schlimmeres, aber auch als Microsoft-Freund möchte ich doch selbst entscheiden, welche Apps ich auf das neue Smartphone lade. Nun denn – auch das ist leider ein stets zu bemängelnder Punkt bei vielen Android-Smartphones!

Moto G6 Apps

Das Drumherum & Konnektivität

Ein schönes Feature ist, dass man – anders als bei diversen Mitbewerbern – zwei Nano-SIM-Karten und (!) eine MicroSD-Karte für die Speichererweiterung gleichzeitig nutzen kann. Das macht das Moto G6 auch spannend für Reisende, die eben nicht auf den zusätzlichen Speicher verzichten können und wollen.

In Sachen Mobilfunknetz empfängt das Smartphone Daten theoretisch mit bis 42 MBit/s per UMTS mit HSPA+ oder mit bis zu 300 MBit/s per LTE. Wie auch von anderen Herstellern noch gewohnt, steht LTE jedoch nur auf einem der beiden SIM-Trays zur Verfügung. Die WLAN-Konnektivität erfolgt im 2,4- und 5-GHz-Band nach den Standards a, b, g und n, im Nahbereich kommuniziert es mit anderen Geräten wie Smartwatches, Fitness-Trackern oder Lautsprecher per NFC oder Bluetooth 4.2. Speziell in Sachen WLAN und Bluetooth sind das nicht die neuesten Standards, das geht aber – rufen wir uns den Preis und die Zielgruppe vor Augen – dennoch absolut in Ordnung.

Die gute Konnektivität macht auch vor dem Telefonieren nicht halt: Übertragene Stimmen der Gesprächspartner klangen bei meinen Test-Telefonaten im Telekom-Netz relativ natürlich. Die Lautstärke war hoch, ein Hintergrundrauschen war kaum auszumachen, so dass es keinerlei Verständigungsschwierigkeiten gab. Auch die Gegenseite verstand mich nach eigenen Angaben gut. Voice over LTE unterstützt das Moto G6 ausserdem je nach Netzbetreiber von Haus aus.

Der Akku

Wie von aktuellen Smartphones gewohnt, ist der 3000 mAh-Akku fest verbaut und auch, wenn ich immer darauf hinweise, sei es einfach noch einmal erwähnt: Über den berühmten Tag sollte der Akku das Smartphone normalerweise bringen. Ob und wie das geschieht, hängt aber immer von Eurem persönlichen Nutzungsszenario ab: Wer neben Surfen, Mailen und Instant Messaging auch noch viel fotografiert oder spielt, dürfte schneller den Gang zur Steckdose antreten.

Auch das Moto G6 kommt mit einem Schnelllade-Mechanismus daher, dieser heisst hier “Turbo Charge” und lädt den Akku binnen 15 Minuten für Energie auf, die sechs Stunden reichen soll. Exerziert man das Ganze einmal durch, reicht die halbe Stunde Laden über das mitgelieferte 15W-Netzteil aus, um einen Akku-Stand von 50% zu erreichen. Am anderen Ende des Kabels bietet Motorola übrigens einen USB Typ-C-Anschluss am Gerät an – das ist auch in der heutigen Zeit im Mittelklasse-Bereich kein Standard. Der Port arbeitet zwar “nur” mit USB 2.0-Geschwindigkeit, das ist aber in meinen Augen ein zu vernachlässigender Aspekt.

Moto G6 unten

Im Fokus: Die Kamera

Für mich persönlich immer ein Killer-Argument: Mit der Kamera steht und fällt der Eindruck bei einem Smartphone – zumindest bei den klassischen Flaggschiffen. Bei einem Mittelklasse-Modell lasse ich mich gerne überraschen, erwarte aber auch keine Wunder – ergo gehe ich das Ganze hier bei dem Moto G6 relativ nüchtern an.

Die rückseitige, dem Trend folgende Dual-Kamera besteht aus einem 12 Megapixel- und einem 5-Megapixel-RGB-Sensor. Der geringere auflösende Sensor ist rein für Abstandsinformationen zum Motiv zuständig, um beispielsweise mit Unschärfe im Vorder- oder Hintergrund agieren zu können. Eine optische Bildstabilisierung fehlt und auch die Auslöse- und Fokussierung-Geschwindigkeit könnte besser sein.

Positiv zu bewerten ist hingegen die Bildqualität, speziell die Schärfe der bei hellem Tageslicht gemachten Testaufnahmen ist überraschend hoch. Die Auto-HDR-Funktion sorgt hier für eine gute Bilddynamik und die Farben werden kräftig, aber nicht überbetont wiedergegeben. Videos nimmt die Dual-Kamera maximal mit Full HD-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde auf. Zu den verfügbaren Videoanwendungen gehören noch eine Zeitraffer- und eine Zeitlupenaufnahme. Filmt man mit ruhiger Hand, gehen die Aufnahmen in Ordnung. Kommt allerdings Bewegung ins Spiel, lässt die Qualität der Videos spürbar nach.

Moto G6 Kamera-Einstellungen

Die Frontkamera des Moto G6 ist derweil die gleiche wie am Moto G6 Plus: 8 Megapixel kommen hier ins Spiel, Videos werden in Full-HD-Qualität mit 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen.

Neben einem Porträtmodus gehören ein Pro-Modus für manuelle Belichtungseinstellungen, automatisches HDR und ein Panorama-Modus, eine Texterkennung und ein Selbstauslöser zu den Funktionen der übersichtlichen Kamerasoftware. Man findet sich in den Menüs problemlos und intuitiv zurecht – das kennt man auch anders. Auch die Generation Snapchat wird sich über die Möglichkeiten freuen, Selfies entsprechend zu verzieren. Eine dedizierte Foto-App von Motorola fehlt hier, Google Fotos ist hier die Foto-App der Wahl zum Betrachten, Hochladen und Teilen der Bilder und Videos.

Wer sich für aktuelle Bilder in Originalauflösung interessiert, findet diese auf dieser OneDrive-Freigabe!

Last but not least: Fazit

Kompromisse müssen in dieser Preisklasse bis 250 EUR immer gemacht werden: Zwischen 199 und 250 EUR trennt sich die Spreu vom Weizen und nicht jedes Smartphone ist nur des Preises wegen blind zu empfehlen. Motorola macht beim G6 aber eigentlich alles richtig: Sicherlich erreicht die Kamera nicht das Level der Flaggschiffe von Google, Huawei oder Samsung und auch das Display könnte durchaus blickwinkelstabiler sein.

Moto G6 Radio

Auch der Snapdragon-SoC ist beileibe kein Turbo, man kommt damit aber gut über die Runden, weil das System entsprechend abgestimmt wirkt und Ruckler – wenn – auch nur selten vorkommen. Der gängige Tagesablauf mit einem Smartphone ist mit dem Moto G6 somit kein Problem. Auch die Akkulaufzeit passt und überrascht bei der Akkuleistung an sich – hier scheint Motorola das Power-Management gut im Griff zu haben.

Moto G6 Dolby

Schaut man dann auch noch mal Richtung Konkurrenz, tauchen vor allem das Honor 9 Lite oder das 7X der Huawei-Tochter am Horizont auf. Auch das BQ Aquaris X oder das HTC U11 Life samt einiger aktueller HMD Globa Nokia-Geräte könnten in den näheren Fokus treten. Die Entscheidung ist am Ende natürlich eine persönliche: Wer eher schnelle Updates möchte (wobei Motorola hier wieder mal ein wenig nachlegen muss), wird auch Richtung der Moto-Serie schielen. Wer ein möglichst “unverbasteltes” System sucht, wird auch hier bei Motorola landen und wohl um Huawei und Honor einen Bogen machen.

Bei dem Android-klassischen Preisverfall liegt die 32 GB-Variante des Moto G6 bei knapp unter 200 EUR. Für diesen Preis kann man nicht viel falsch machen, wenn man die oben genannten Kriterien unter Berücksichtigung von Zielgruppe und Ausstattung einmal näher betrachtet. Motorola hat hier in meinen Augen gut gewirtschaftet, aber das Moto G6 an keiner Stelle unnötig und in Gänze klein gehalten. Das Preis-/Leistungsverhältnis passt hier einfach – falsch machen kann man im Mittelklasse-Segment mit dem Kauf des Moto G6 aktuell daher wohl nichts!

Motorola moto g6 Smartphone (14,5 cm (5,7 Zoll), 32GB interner Speicher, 3GB RAM, Android) Deep Indigo

Price: EUR 179,80

4.3 von 5 Sternen (272 customer reviews)

36 used & new available from EUR 162,54

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*