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Nextcloud: Das sind die Neuigkeiten von der Nextcloud Conference

Im Rahmen der diesjährigen Nextcloud Conference, die bereits am 23. August ihre Pforten geöffnet hat und noch bis Donnerstag geht, gab es einige Neuerungen und interessante Vorstellungen. Nextcloud hat sich über die letzten zwei Jahre zu weit mehr als dem klassischen ownCloud-Fork gemausert und immer wieder ist es spannend, welches Tempo das Team rund um Frank Karlitschek & Co. an den Tag legt.

Nextcloud kommt auf die Router

Die erste Katze, die man bereits zum Wochenende aus dem virtuellen Sack ließ, ist eine Partnerschaft ausserhalb des europäischen Raums: Im Rahmen eines Joint-Venture mit NEC Platforms, Ltd. und Waffle Computer, Ltd. wird man im japanischen Raum demnächst Millionen von Routern von Haus aus mit File Sharing-Technologie aus dem Hause Nextcloud ausstatten. Nutzer bekommen so von vornherein mit dem Router diverse Features frei Haus geliefert, die unter anderem die klassischen Nextcloud-Funktionen wie sicheres und privates Teilen von Dateien enthalten. Das globale, gemeinsame Netzwerk aus hunderttausenden Servern wird so durch Millionen neuer Knoten erweitert, die das “federated Sharing” in den nächsten Jahren auf Nextcloud-Basis vorantreiben werden.


Nextcloud selbst wird aktuell von vielen namhaften Firmen wie SIEMENS, Raiffeisen, dem Max Planck-Institut oder zukünftig gar der Bundesregierung genutzt. Während jede Nextcloud-Instanz für sich selbst arbeitet und auch ihre Daten entsprechend für sich selbst verwaltet, zählt man in Summe und weltweit circa 25 Millionen Nutzer. Durch das “Federation”-Feature wächst aber all dies zusammen und ermöglicht das Teilen zwischen den Serverinstanzen. Eine “federated Cloud ID”, vergleichbar mit einer E-Mail-Adresse, vermittelt dann zwischen den Nutzern der einzelnen Servern und kann auf Wunsch auch Adressbücher zwischen den Instanzen teilen.

Nextcloud 14

Parallel dazu – bisherige Beta-Tester werden es wissen – steht natürlich Nextcloud 14 vor der Tür. Im Rahmen der Conference veröffentlichte man bereits den Release Candidate 1, die finale Version sollte also nicht mehr lange auf sich warten lassen. Mit an Bord sind diverse Sicherheits-Features wie die auf Nextcloud Talk basierende Video-Verifizierung oder die Unterstützung für eine Zwei-Faktor-Authentifizierung auf Basis von Signal oder Telegram. Auch an den DSGVO-Bestimmungen respektive den Aktualisierungen der einzelnen Module wurde Hand angelegt.

Interessant ist aus Administrator-Sicht auch die Integration des Nextcloud-Logfiles in das systemd-Log sowie die nun vollständige Unterstützung von PHP 7.0, 7.1 und 7.2. Optisch hat man ebenfalls einiges unter und über der Haube optimiert und an der Barrierefreiheit mit einem dunklem Theme als auch einer auf Wunsch anderen Schriftart gearbeitet.

Nextcloud - Who owns your data?

Es ist also weiter Zug im Projekt und die Zukunft für Nextcloud speziell in unseren Zeiten scheint eine rosige zu sein: Das Team optimiert an den richtigen Stellen, der Umfang der Lösung wächst ohne Performanceverluste und die Features nehmen sinnvoll zu: Wer wer erfahren möchte, dem sei wie üblich das offizielle Blog ans Herz gelegt oder eben der Test von Nextcloud in den eigenen vier Wänden oder beim Provider der Wahl!

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