Samsung präsentiert neue Creative Lab-Projekte auf dem Mobile World Congress 2017

Samsung wird auf dem Mobile World Congress (MWC) 2017 in Barcelona vier neue VR (Virtual Reality) und AR (Augmented Reality) Projekte des hauseigenen Creative Labs (C-Lab) vorstellen. Diese beinhalten unter anderem ein smartes Hilfsmittel für Sehbehinderte (Relúmĭno), eine Brille, auf die VR- und AR-Inhalte gestreamt werden können (Monitorless), ein VR-Möbeleinrichtungstool (VuildUs) und eine 360-Grad-Reiseplattform (traVRer).

In Zeiten, in denen man das Gefühl hat, dass im Bereich Smartphones nichts wirklich Bahnbrechendes mehr kommt und eher Evolution als Revolution vorherrscht, sind VR und AR aktuell offenbar das Thema schlechthin. Präsentiert werden die C-Lab Projekte während des MWC 2017 auf der Start-Up-Plattform 4 Years From Now (4YFN). 4YFN beschäftigt sich mit Ideen und Konzepten, die in vier Jahren potentiell auf dem MWC ausgestellt werden können und hilft Entwicklern, ihre Ideen Investoren vorzustellen und sich untereinander auszutauschen.

Das Creative Lab ist ein im Dezember 2012 gegründetes Programm zur Förderung von Start-Up-Konzepten mit dem Ziel, eine kreative Unternehmenskultur bei Samsung zu schaffen und Samsung Mitarbeiter zu neuen, innovativen Ideen zu ermutigen. Das Programm unterstützt die Entwicklung kreativer Ideen aus allen Geschäftsbereichen – dieses Jahr mit besonderem Fokus auf Virtual und Augmented Reality.

Relúmĭno ist eine visuelle Hilfs-App für die Samsung Gear VR, die sehbehinderte Menschen beim Lesen und Fernsehschauen unterstützen soll. Die mobile App kann über die bereits bekannte Gear VR geladen werden und verbessert die Sichtbarkeit von Bildern und Texten, sodass die Nutzer von einer höheren Bildqualität profitieren können. Die App kann laut Samsung jedoch noch mehr: Sie passt für betroffene Nutzer blinde Flecken auf den Bildern an. Dabei kommt ein Amsler-Gitter zum Einsatz, um verzerrte Bilder für Menschen, die unter der Wahrnehmungsstörung Metamorphopsie leiden, korrekt anzuzeigen. Relúmĭno ermöglicht somit sehbehinderten Menschen besser und einfacher fernsehzusehen oder zu lesen, ohne auf marktübliche und kostspielige Sehhilfen zurückgreifen zu müssen.

Monitorless ist eine ferngesteuerte VR/AR-Lösung, die Verbrauchern ermöglicht, Smartphones und PCs zu bedienen ohne auf das Display oder den Monitor zu schauen. Die spezielle Brille, ähnlich einer Sonnenbrille, verwendet ein elektrochromes Glas und ermöglicht dadurch auch VR- und AR-Inhalte zu erleben. So werden mehr VR- und AR-Inhalte für Nutzer verfügbar und selbst aufwändige PC-Spiele können – so der Plan – damit über ein mobiles Gerät gespielt werden.

Mit VuildUs können Nutzer ihr virtuelles Zuhause einrichten, gestalten und entscheiden, welche Möbel am besten passen, bevor sie sie kaufen. Möglich wird dies durch eine 360-Grad-Kamera und eine mobile App für VR-Geräte. Zuerst müssen Nutzer beide Geräte miteinander verbinden und ihr Zuhause mit der Kamera scannen. Dadurch entsteht eine dreidimensionale VR-Version der eigenen vier Wände, durch die sich der Nutzer mittels VR-Brille dann bewegen kann. Anschließend lassen sich beliebig Möbel und Einrichtungsgegenstände in 3D einfügen, betrachten und sogar direkt kaufen. Durch VuildUs muss der verfügbare Platz im Zuhause also nicht mehr für etwaige Möbel ausgemessen werden – eigentlich ideal für anstehende Umzüge!

Last but not least ist traVRer eine 360-Grad-Videoplattform, die Nutzern ermöglichen sollö, realistische virtuelle Reisen zu erleben – bevor oder nachdem sie tatsächlich auf Reisen gewesen sind. Reisebegeisterte können mit traVRer Wahrzeichen und berühmte Orte auf der ganzen Welt besuchen und die Stimmung, Geräusche und Ereignisse dieser Orte aufsaugen. Sie können kinderleicht zwischen verschiedenen Videos wechseln, um in andere Richtungen zu gehen oder die Lieblingsziele zu bestimmten Tageszeiten zu erleben – alles, ohne mühselig durch Menüs navigieren zu müssen. Einen ersten Fingerzeig, wie das aussehen kann, durfte man bereits mit der Gear VR erleben und da behaupte ich auch einmal: Die Möglichkeiten in diesem Bereich sind schier grenzenlos!

“Wir werden auch in Zukunft neue Ideen und Kreativität unterstützen und fördern, besonders, wenn dadurch neue Erlebnisse für die Verbraucher entstehen”, sagt Jaiil Lee, Vice President of Creativity & Innovation Center bei Samsung Electronics. “Die jüngsten C-Lab Beispiele zeigen uns erneut, dass wir talentierte Menschen mit Unternehmergeist im Team haben, die keine Angst davor haben, neue Wege zu gehen. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft völlig neue Apps für VR und 360-Grad-Inhalte zu entdecken und zu entwickeln, denn die Möglichkeiten in diesem Gebiet sind schier grenzenlos.”

Wer sich die Projekte einmal live anschauen möchte: Die C-Labs werden in Barcelona natürlich auf dem Samsung-Stand 4YFN G1  ausgestellt.

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