Studie: Cloud für KMU immer wichtiger. Doch verliert Deutschland den Anschluss?

Wir leben in einer technischen Zeit, in der die Cloud immer wichtiger wird und bereits oftmals Bestandteil des Alltags geworden ist. Früher hiess es “Application Service Providing”, heute eben “Public” oder “Private” Cloud: Das Auslagern von Diensten weg von den klassischen On-Premises-Lösungen im Haus in ein oder mehrere Rechenzentren. Doch wie ticken die Nationen generell in Sachen Cloud? Eine Studie musste diese Frage beantworten.

Diese Studie der Paessler AG förderte interessante, in meinen Augen aber auch im wirklichen Leben oft erlebte Informationen zutage: Während wir uns bereits in den hybriden Umgebungen befinden, die teils klassische, teils cloud-seitige Strukturen aufweisen, geht die Reise der IT in den Unternehmen (und oft auch daheim) definitiv ins Rechenzentrum. Hier ist aber noch nicht jedem Entscheider wohl dabei. Hier wurden nämlich 2000 IT-Entscheider weltweit befragt, wie sie zum Einsatz von Cloud Computing-Anwendungen stehen – insbesondere vor dem Hintergrund stetig steigender Anforderungen und rasanter Entwicklungen im IT-Business. Das Ergebnis: Der globale Trend geht eindeutig in Richtung zunehmender Cloud-Nutzung – auch in kleinen und mittleren Unternehmen, den sogenannten KMU. Die große Mehrheit der Entscheider will den Einsatz von Cloud-Diensten sogar ausweiten und ab 2018 auch komplexere Anwendungen in die Cloud verlagern. In Deutschland steht man der Datenwolke aber noch (gewohnt) skeptisch gegenüber.

64 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen stammen laut der Umfrage aus kleinen oder mittleren Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern. 80 Prozent stehen der Cloud positiv gegenüber: Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Dienst vorbehaltlos in die Wolke umziehen sollte. Laut Studie sind bisher vor allem grundlegende Webdienste cloud-basiert, dazu zählen zum Beispiel Webhosting sowie Blogs und Content Management (39 Prozent), E-Mail (32 Prozent) und File Sharing-Dienste (32 Prozent).

Noch bilden grundlegende Webdienste den Schwerpunkt in der Cloud. Doch bereits für 2018 planen laut Umfrage viele IT-Entscheider, weitere Dienste in die Cloud zu migrieren. Bei den Planungen für anstehende Migrationen ist besonders das Network Monitoring populär, also das angestammte Areal, in dem die Paessler AG zuhause ist. Zudem ist ein erhöhtes Interesse am Auslagern von Backups (34 Prozent) sowie Customer Relationship Management (CRM)- und Ticketing Systemen (35 Prozent) zu erkennen.

“Unsere Studie zeigt: Der Umzug in die Cloud hat begonnen und er wird sich unaufhaltsam fortsetzen”, resümiert Dirk Paessler, Gründer und CEO der Paessler AG. “Die Cloud wird in Zukunft maßgeblich bestimmen, wie Arbeitnehmer die IT in ihrem Unternehmen erleben und nutzen. Trotzdem werden Systemadministratoren weiterhin auch Local Area Networks, Switches und Data Rooms verwalten. Willkommen in der hybriden Zukunft.”

Die Akzeptanz der Cloud ist zwar insgesamt sehr hoch, die Begeisterung ist jedoch nicht ungebrochen. So stehen einige der Befragten bestimmten Aspekten skeptisch gegenüber. Etwa 45 Prozent der IT-Verantwortlichen nannten die Datensicherheit als ihre größte Sorge. 41 Prozent gaben wiederum an, dass sie das Thema IT-Security in der Wolke zumindest beunruhige.

Auch im internationalen Vergleich zeigen sich starke Unterschiede. Hier offenbart sich, dass die IT-Verantwortlichen in den USA am optimistischsten sind. Dort sehen 88 Prozent die Cloud positiv. Im Vereinigten Königreich sind es nur noch 78 Prozent. Die deutschen IT-Verantwortlichen zeigen sich in dieser Gruppe am skeptischsten und lediglich 58 Prozent sehen die Cloud positiv. “Vor allem Deutschland reagiert noch verhalten auf die Cloud”, erklärt Dirk Paessler. “Trotzdem sind wir der Überzeugung, dass Unternehmen nur mit einem Cloud First-Ansatz auf die Herausforderungen von morgen vorbereitet sein können.”. Dem ist meiner Meinung nach nichts hinzuzufügen: Die Reise – ja die Wandlung – in Richtung Cloud hat längst begonnen und die E-Mail war hier nur der erste Schritt. Speziell das Backup-Auslagern und die damit verbundene Risiko-Minimierung nach ISO 27001 ist aktuell eine Sache, die Unternehmenskunden verstärkt anfragen.

Die gesamte Studie steht übrigens auf dem Internetauftritt von Paessler zum kostenlosen Download bereit und ist auch in ihrer ganzen Form sehr lesenswert!

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