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Swap-Partition auf einem Linux-System vergrößern

“Unverhofft kommt oft” dachte ich mir vor kurzem, als die spontane Anforderung anstand, die Swap-Partition eines Linux-Systems vergrößern zu müssen. Nach der Erweiterung des Speichers des virtuellen Debian 9.0-Servers mußte aus Ordnungsgründen natürlich auch diese angepaßt werden. Zwischen acht und 64 GB RAM empfiehlt man im Durchschnitt den Faktor 0,5, wobei diese Faustregel natürlich immer im Sinne des Betrachters liegt. In diesem Fall geht das Vergrößern aber recht schnell und im laufenden Betrieb. Im Detail sieht das so aus:

Zunächst muss durch Eingabe des Befehls

sudo swapoff -a

die alte Auslagerungsdatei “ausgehangen” werden.

Nun gilt es, eine neue Swap-Datei anzulegen. Bei 8 GB RAM  und der oben genannten Beispielrechnung wird die neue Auslagerungsdatei also 12 GB – also 12288 MB – betragen. Der Befehl

dd if=/dev/zero of=/swapfile bs=1M count=12288

sorgt eben nach ein wenig Rechnerei für eben dies.

Als eigentliche Swap-Partition wird das neu angelegte Objekt durch Eingabe von

mkswap /swapfile

definiert.

Nachfolgend teilen wir dem System noch mit, doch direkt darauf auszulagern – ohne den klassischen Neustart:

swapon /swapfile

Damit die nun genutzte neue Auslagerungsdatei auch nach einem Neustart verfügbar ist, muss diese in der bekannten Datei /etc/fstab auch fest hinterlegt werden. Editiert diese also mit dem Editor Eurer Wahl und fügt die Zeile

/swapfile               swap                    swap    defaults        0 0

hinzu – fertig!

Damit ist das Ziel erreicht, die neue Auslagerungsdatei ist nun aktiv und wir haben dafür noch nicht einmal einen Neustart benötigt: Aufgabe erfüllt!

 

 

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