Testbericht OnePlus 2: Von dem Smartphone, das erneut ein Flaggschiff-Killer sein wollte

OnePlus – ein Unternehmen, dass sich im letzten Jahr anschickte, Flaggschiffe versenken zu wollen und mit dem OnePlus One in meinen Augen ein äusserst interessantes Smartphone zu einem Killerpreis herausbrachte, den guten Eindruck jedoch an vielerlei Stellen zersägte: Ob es nun das sonderbare Einladungssystem war, der Trubel um Backcover, die dann trotz Ankündigung doch nicht mehr verfügbar waren oder das Supportverhalten nach diversen Displayproblemen – das junge Unternehmen aus China blieb zumindest im Gespräch.  Ein Jahr später kommt nun das OnePlus 2, wird wieder als „Flagship Killer“ tituliert und erneut über das Invite-System verkauft. Was ist besser, was ist schlechter geworden? Nach einigen Wochen mit dem OnePlus 2 als Hauptgerät war ich zumindest schlauer – oder eben doch nicht.

299 EUR für ein aktuelles Smartphone – das war 2014 unter anderem ein Grund für das große Medienecho beim OnePlus One. Ganz so einfach bzw. preisgünstig ist es in diesem Jahr nicht mehr – OnePlus packt noch einen Hunderter drauf und veranschlagt für das aktuelle Gerät 399 EUR für die 64 GB-Variante, dazu gesellen sich dann noch einmal 20 EUR für den Versand. Die 16 GB-Variante des Geräts ist aktuell nicht erhältlich und der Versand des OnePlus 2 (in meinem Fall aus England) binnen dreier Tage nach Bestellung überrascht positiv – sofern man denn eine Einladung ergattern konnte.

Nach einigen Wochen mit dem OnePlus 2 als „Daily Driver“ möchte ich Euch natürlich an den Eindrücken teilhaben lassen, die das zweite Smartphone des chinesischen Unternehmens bei mir hinterlassen hat. Ich warne aber an der Stelle schon einmal vor: Das Ganze ist – zumindest bei mir – nicht frei von Gedanken über das dämliche Invite-System und das marketingtechnische Säbelrasseln, das uns glauben machen möchte, hier erscheint ein Smartphone, welches die Samsungs, LGs & Co. dieses Jahres mal eben so in die Schranken weist. Aber schauen wir zunächst einmal auf die Hardware, die es allein in Sachen SoC schon in sich hat und nicht nur hier bereits für Diskussionsstoff gesorgt hat:

DAS STECKT IM ONEPLUS 2:

  • Display: 5,5 Zoll In-Cell-Display, Full-HD (1920 x 1080 Pixel), 401 PPI
  • Prozessor: 64-Bit Qualcomm© Snapdragon™ 810 Prozessor mit 1,8 GHz 8-Kern-CPUs und einer Adreno™ 430-GPU
  • Arbeitsspeicher: 4 GB LPDDR4 RAM (64 GB-Version) / 3 GB LPDDR4 RAM (16 GB-Version)
  • Speicher: 64 GB (nicht erweiterbar), davon im Auslieferungszustand noch 52,5 GB frei – 16 GB-Variante noch nicht verfügbar
  • Kamera: Rückseite 13 Megapixel (1,3um) und f/2.0-Blende, sechs Linsen, Dual LED-Blitz, 4K Video, 120 fps bei 720p 4K-Slow Motion-Videoaufnahme/ Front 5 Megapixel
  • Betriebssystem: Oxygen OS auf Android Lollipop 5.1.1-Basis
  • Akku: 3300 mAh Lithium-Polymer (nicht austauschbar)
  • Abmessungen: 151,8 x 74,9 x 9,85 mm, 175 Gramm
  • Verbindungstechnologien: 4G LTE, Dual-Band-WLAN: 2,4 GHz b/g/n und 5 GHz a/n/ac, Bluetooth 4.1, GPS, GLONASS, Digitaler Kompass
  • Maximaler SAR-Wert: Kopf: 0.428 W/kg, Körper: 0.205 W/kg
  • Sensoren:Fingerabdrucksensor, Beschleunigungssensor, Drehbewegungssensor, Näherungssensor und Umgebungslichtsensor
  • Farben: Sandstone Black
  • Sonstiges: USB Typ-C, Fingerabdruckleser, LED-Benachrichtungsanzeige, wahlweise kapazitive oder Bildschirmtasten, physischer Alert Slider für alle / nur wichtige oder keine Benachrichtigungen, wechselbares Backcover, Dual (Nano-) SIM

HAPTIK UND OPTIK

Optisch ansprechend verpackt finden wir neben dem Gerät das Netzteil, das USB Type-C Ladekabel sowie den obligatorischen SIM-PIN im Karton des OnePlus 2 – die Aufmerksamkeit der eventuell anwesenden Mitmenschen beim Auspacken ist allein schon wegen der Signalfarbe der Verpackung garantiert. Im Karton selbst liegt dann das neue Schmuckstück aus dem Hause OnePlus:

175 Gramm, relativ happe 9,85 mm Durchmesser und die definitiv rutschfeste und wechselbare Rückseite in Sandpapieroptik, die sich auch so anfühlt: Das OnePlus 2 liegt trotz der beachtlichen Masse und den 5,5 Zoll wunderbar und eigentlich erschreckend gut in der Hand. Das Design respektive die verwendeten Materialien wirken edel: Metallrahmen, saubere Schliffkante, saubere Verarbeitung und die als „sandstone-black“ betitelte Rückseite, die noch ein wenig griffiger als die Vorgängerversion zu sein scheint, überraschten mich positiv. Das Gerät selbst hat keine gewohnte Barrenform und liegt plan auf, sondern eine eher geschwungene Rückseite, wie wir das bereits unter anderem beim LG G4 erleben durften.

Die abnehmbare Rückseite verbirgt übrigens den Dual SIM-Slot und kann wieder – sofern es sie diesmal ohne Probleme zu erwerben gibt, hier legte man sich beim Vorgänger ja noch böse die Karten – gegen ein Backcover aus einem anderen Material ausgetauscht werden, um das Smartphone noch entsprechend zu individualisieren. Auf der linken Seite finden wir den Benachrichtigungs-Slider (nennen wir ihn einfach einmal so), die rechte Seite beherbergt die Lautstärkewippe und den Power-Button, unten finden wir den Lautsprecher und den zentrierten USB Typ-C-Anschluss und oben ist dann Platz für den Kopfhöreranschluss und die LED-Benachrichtungsleuchte.

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