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Tutorial: Docker auf Debian Linux installieren

Was waren das noch für Zeiten, als man sich für eigene Entwicklungsumgebungen noch das LAMP- (Linux-Apache-MySQL respektive das Windows-Derivat WAMP in Summe installieren musste. Diese Zeiten sind vorbei: Neben der klassischen Virtualisierung im Desktop- als auch besonders im Serverbereich stehen heute Anwendungen oftmals in Containern zur Verfügung. Eine der Techniken, die das beherrscht (und eigentlich ein Synonym dafür) ist Docker – eine Basis, die unter anderem auch auf Gerätschaften wie der Nextcloud-Box zu finden ist. Das Betriebssystem agiert hier getrennt von den jeweiligen Containern und kann dennoch mit diesen kommunizieren.

Docker Debian Cat Keyboard

Anstatt aber auf einem – hier – Linux-System verschiedene Server wie einen Apache-Webserver oder einen MySQL-Server zu installieren, lassen sich diese schlank, einfach und mit allen notwendigen Abhängigkeiten und Bibliotheken in zwei unterschiedlichen Containern bereitstellen. Docker-Container können betriebssystemübergreifend genutzt und auch untereinander geteilt werden. Dabei ermöglichen sie die höchstmögliche Flexibilität und Skalierbarkeit.

Wie Docker in der kostenlosen Community-Edition (CE) auf einem Debian-Linux in Version 9 installiert wird, möchte ich nachfolgend gerne zeigen.

Auf meinem Testsystem galt es, zunächst durch Eingabe von

auf den aktuellsten Stand zu bringen. Hinweis an dieser Stelle: Recht eigenwillig habe ich das hier als Nutzer “root” getan – seid Ihr nicht so wagemutig und als normaler Nutzer unterwegs, nutzt bitte das “sudo”-Kommando vor dem Anfang jeder Befehlszeile.

Anschliessend müssen wir die Möglichkeit aktivieren, auch https-Repositories abgreifen zu können:

Docker Debian aptNun fügen wir den offiziellen GPG-Schlüssel von Docker durch die Eingabe von

hinzu. Diesen Schlüssel können wir anhand der letzten acht Stellen noch einmal verifizieren und sollten nach dem Kommando

auch eine entsprechende, beruhigende Ausgabe erhalten, die wie folgt aussieht:

Docker Debian gpgNun gilt es, das jeweilige Repository unserem System bekanntzumachen: Wir nutzen hier natürlich das “stable”-Release und bereiten durch den Befehl

soweit alles vor. Im Nachgang wiederholen wir erst einmal  das Aktualisieren der bereitgestellten Pakete durch den “apt-get update”-Befehl.

Docker Debian apt updateNun kann die Docker-Basis durch das Kommando

installiert werden.

Docker Debian InstallUm nun final zu schauen, ob die Installation auch jenseits der am Ende positiven Meldung funktioniert, gehen wir in Sachen Docker nun ans Eingemachte. Herhalten muss ein klassisches “Hallo Welt” in Form eines Docker-“Hello World”-Containers, den wir einfach einmal starten.

Debian Docker Hello WorldDa das Image noch nicht vorhanden ist (was Docker auch erkennt), wird es direkt heruntergeladen und dann gestartet – die oben aufgeführte Ausgabe beweist an dieser Stelle, dass Docker funktioniert. Natürlich hat das nun ein wenig gedauert, weil der Container erst noch heruntergeladen werden musste. Wiederholen wir den Befehl, sollte die Ausgabe entsprechend schneller erscheinen.

Damit haben wir also die Basis für weitere spannende Docker-Projekte auf einem Debian 9 “Stretch”-System geschaffen. In meinem Fall soll das ganze als Werkzeug für die Installation von Collabora Online Office dienen, mit denen ich meine Nextcloud-Installation noch ein wenig aufbohren möchte. Doch dies ist erst einmal ein anderes Thema, was zu einem späteren Zeitpunkt an dieser Stelle beschrieben werden wird – so zumindest der Plan!

 

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