Windows 10 Creators Update: Startschuss für den weltweiten Rollout ist erfolgt

Lang genug war es angekündigt, nun ist der Rollout für das Windows 10 Creators Update erfolgt. Das dritte große Update der Plattform ist für Kunden mit Windows 10-Geräten kostenlos erhältlich und wird sukzessive über das Windows Update verfügbar gemacht. Laut Microsoft profitieren Anwender bei der Installation erstmals von flexibleren Optionen.

Eine neue Benachrichtigung informiert über die Verfügbarkeit des Updates und lässt Nutzer den Zeitpunkt für die Einrichtung individuell festlegen oder verschieben. Technisch versierteren Anwendern, die schnellstmöglich an die Aktualisierungen kommen wollen, bietet Microsoft zusätzlich die Möglichkeit einer manuellen Installation. Dieser Weg war in der Zwischenzeit auch das Mittel zum Zweck: Im Windows Update verwies ein Link auf den Windows Update Assistenten, der – einmal auf das System geladen – das Creators Update schon vorab auf den Rechner packte. Ein Teilaspekt des dritten großen Windows 10-Updates ist vor allen die eröhte Transparenz beim Privatsphärenschutz und höchste Sicherheit, beides Punkte, die bisher eher kritisch gesehen worden sind.

Den Startpunkt für die Einrichtung des Creators Update bildet das neue und detaillierte Setup bei der Konfiguration von Datenschutzeinstellungen, welches Kunden mehr Transparenz und Kontrolle für den Privatsphärenschutz in Windows 10 ermöglichen soll. Bereits bestehende Windows 10-PCs erhalten Benachrichtigungen, ihre Datenschutzeinstellungen entsprechend des neuen Setups zu überprüfen. Im Rahmen der Neuinstallation von Windows 10 oder beim Neukauf eines PCs erhalten Kunden ebenfalls ein optimiertes Menü, welches die bestehenden “Express-Einstellungen” ersetzen wird.

Zusätzlich zum verbesserten Datenschutz-Setup und der vereinfachten Konfiguration im Bereich der Telemetrie-Daten veröffentlicht Microsoft erstmals eine komplette Liste über die gesammelten Diagnose- und Nutzungsdaten der Konfigurationsstufe “Standard” und stellt eine detaillierte Zusammenfassung über die Daten bereit, welche auf den vorhandenen Diagnoseebenen erhoben werden. Darüber hinaus ist Microsoft bestrebt sicherzustellen, dass Windows 10 mit der General Data Protection Regulation (GDPR) der EU konform ist, wenn diese im Jahr 2018 in Kraft tritt. Wer Windows 10 bisher nicht mochte, wird auch hier sicherlich Anlass zur Kritik haben, in meinen Augen hat Microsoft allerdings sehr wohl zugehört, wo der Schuh beim Windows 10-Nutzer bisher drückte.

Weiterhin gibt es nun einen zentralen Ort für die Verwaltung der integrierten Sicherheits-Features. Das Windows Defender Security Center bietet Anwendern eine Übersicht zu vorhandenen Lösungen und besteht dabei aus fünf Bereichen: Antiviren-Schutz, Geräteperformance, Firewall und Netzwerkschutz, App- und Browserkontrolle sowie Sicherheitseinstellungen für Familien. Zusätzlich erhalten Geschäftskunden für Windows Defender ATP erweiterte Möglichkeiten zur Erkennung und Untersuchung von Angriffen auf das Firmennetzwerk sowie bei der anschließenden IT-Sanierung. Hierzu zählen Sensoren für Angriffe auf den Arbeitsspeicher, eine erhöhte Intelligenz im Windows Security Center über Alarme auf Basis eigener Indikatoren und neue Abhilfemaßnahmen bei bereits erfolgten Angriffen. Zudem schützt die neue Funktion “Mobile Application Management” sensible Unternehmensdaten auf persönlichen Geräten von Mitarbeitern, auch wenn diese gerade nicht in eine bestehende Mobile-Device-Management-Lösung eingebunden sind.

Wer mag, sollte sich einmal die Neuigkeiten für Privat– bzw. Unternehmenskunden zu Gemüte führen – hier sind alle nennenswerten Aspekte des Creators Update noch einmal getrennt nach Zielgruppe sorgfältig aufgeführt!

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