World Backup Day – Wer sichert, ist (eben nicht) feige!

“Wer sichert, ist feige”, pflegte mein ehemaliger Chef während meiner Ausbildung damals immer zynisch zu sagen. Auch wenn mir die Person nicht in bester Erinnerung geblieben ist, so habe ich doch über all die Jahre diesen Satz immer wieder aus der Kramkiste gezogen, wenn es darum ging, Freunde, Verwandte und Kundenin Hinsicht auf das Thema “Backups” zu sensibilisieren. Manchmal war es vergebliche Liebesmüh’, im Firmenumfeld immer ein lästiges Übel aber früher oder später lernt der ein oder andere auch auf die harte Tour, das verlorengegangene Daten – je nach Einsatzort- und Zweck – exis­ten­zi­ell wichtig und unersetzlich sind.

Da wir in unserer heutigen Zeit ja immer spezielle Tage brauchen, um an gewisse Ereignisse erinnert zu werden, begeht die Welt heute den World Backup Day. Auf der eigens dafür eingerichteten Webseite http://www.worldbackupday.com finden Interessierte (oder geläuterte Geschädigte) alle weiteren Informationen, warum und weshalb man seine Daten erst einmal überhaupt und vielleicht auch nicht nur an einem Ort sichern sollte.

Aus Erfahrung – sowohl im “ich-brauch-als-Privatmensch-kein-Backup”- als auch Firmenumfeld kann ich nur dazu raten: Holt Euch eine Software, ob sie nun Veeam, Acronis oder wie auch immer heißt – gerade Veeam hat mit dem kostenlosen Endpoint Backup eine tolles Produkt in Petto, was Euch viel Arbeit abnimmt. Das Argument, Datensicherung kostet Geld, zählt an der Stelle also nicht. Nutzt ansonsten die Bordmittel Eurer Betriebssysteme und guckt, dass Ihr nicht nur auf Sicherungen in die Cloud vertraut (FALLS Ihr der Cloud vertraut) – es ist immer ratsam, die Bilder Eurer Heranwachsenden oder den Verlauf des Hausbaus immer noch einmal woanders zu platzieren!

Vor allem bedenkt aber: Das Backup ist nur der erste Schritt: Fast jeder Unternehmensberater fragt im Firmenumfeld mittlerweile nach, ob die Backups geprüft werden, ob schon mal zurückgesichert worden oder – speziell bei virtualisierten Umgebungen – einmal ein Komplett-Restore der virtuellen Maschine erfolgt ist. Das Gleiche gilt es auch für Zuhause zu beherzigen: Automatisierte Backups sind schön und gut, eine manuelle Prüfung, ob das Restore von Dateien möglich ist (auch Festplatten können kaputt gehen), beruhigt einen aber doch ungemein.

Schlußendlich gilt also: Wer sichert, ist nicht feige – sondern durchaus schlau und weitsichtig. Die Erfahrung hat gezeigt, dass alle anderen (Sicherungsunwilligen) früher oder später auf die harte Tour lernen, was ein Datenverlust  bedeutet – mit welchen Folgen, sollte auf der Hand liegen. In diesem Sinne: Happy World Backup Day 2016!

 

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